Lutz Ressmanns Businessletter Nr. 3 - Ihr unabhängiger Online-Berater

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Ressmann

 

 

Der Internet-Letter zu den Themen:

 

  • Marketing und Vertrieb

  • Internetmarketing

  • SAP

  • Datenschutz

  • Rating

  • Persönliche Erfolgsstrategien

 

 

 

21.08.2006

 

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DIES IST EIN GRATIS-SERVICE FÜR KUNDEN, PARTNER UND FREUNDE VON

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Diplom-Kaufmann

Lutz Ressmann

- Unternehmensberater –

- Externer Datenschutzbeauftragter -

Marketing - Vertrieb - SAP - Datenschutz

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Liebe Leserin, Lieber Leser,

ich bin wieder mal über die Zeit, trotzdem natürlich aktiv bei der Sache und aufmerksamer Beobachter des Geschehens. Im Gegensatz zu so manchem Hurra-Patrioten, allerdings nicht immer so erfreut über die Dinge die da so laufen. Aber ich will nicht unken und wünsche

viel Spaß und Erfolg mit Businessletter Nr. 3!

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Inhalt Businessletter Nr. 3:

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1. Finanzierung/Leasing führt zum Denken in Monatsraten!

Warum man diesem Unfug möglichst aus dem Weg geht.

 

2. Aus persönlichen Gründen ...

Worauf man sich bei einer solchen Aussage nicht nur als Freelancer gefaßt machen muß.

 

3. Linktip:

Kostenloser Download eines Anonymisierungs-Programms.

 

4. Datenschutz: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Widersprüche zum BDSG.

 

5. In eigener Sache!

Ausstieg aus der Gründungsberatung.

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zu 1: Finanzierung/Leasing führt zum Denken in Monatsraten!

Warum man diesem Unfug möglichst aus dem Weg geht.

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Die Finanzierung auf Raten bzw. Leasing greift bekanntlich immer weiter um sich. Selbst Leute, die das Geld eigentlich in der Tasche haben, lassen sich von den Verlockungen der Kreditwirtschaft immer mehr manipulieren. Viele Menschen laufen dabei mE Gefahr, das Große und Ganze aus den Augen zu verlieren und sich damit schnell ins Abseits zu manövrieren. Die Erfolgreichen und Reichen denken in Jahren, nie in Monaten!

Als Beispiel mag die Finanzierung des geliebten fahrbaren Untersatzes dienen. Mindestens 70 % aller KFZ in Deutschland sind finanziert oder geleast. Tendenz: steigend. Schaut man sich die Werbeanzeigen für das teure Blech einmal aufmerksam an, wird auch schnell klar, wie dieses Verhalten bewußt gepuscht wird. Es ist fast gar nicht mehr möglich, ohne weiteres den Kaufpreis als Gesamtsumme zu erfahren. Der Trick ist immer der gleiche und basiert auf einer psychologischen Begebenheit: Der Mensch kann kleinere Beträge wesentlich besser verkraften als große. 199 Euro im Monat klingt besser als 30.000 Euro in Summe.

Läuft man in diese Falle hinein, ist die Wirkung oft fatal. Man gönnt sich leicht einen allzugroßen Schluck aus der Pulle. Leder, Klima, Automatik, Memory-Sitze, Schiebedach und Standheizung, Xenon und PTS wär auch nicht schlecht. Am Ende fährt man einen Wagen, den man, würde man ihn in bar zahlen, wohl meist nicht fahren würde. Finanzieren muß man ihn trotzdem und Zinsen und Gebühren kommen noch hinzu. Und Graus und Schreck, auch das Haus ist auf Raten finanziert. Am langen Ende stellt man fest, daß das Leben nur noch daraus besteht, irgendwie die Raten aufzubringen, für Dinge, die das Leben doch eigentlich verschönern sollen ...

Viel schlimmer ist jedoch, daß nur noch in Monatraten gedacht wird. Das Strategische kommt zu kurz. Mit diesem Denken kommt man nur selten wirklich weiter. Man begibt sich unmerklich in unnötige Abhängigkeiten, für die man auch noch freiwillig Strafe zahlt.

Mein Glückstip: Konsumschulden meiden wie die Pest, erst recht als Privatier. Geschäftsleute sollten zwar ebenfalls ihr Finanzgebahren reiflich überdenken (nicht alles muß auf Pump finanziert werden), sie haben jedoch immer noch die Möglichkeit, andere in die Haftung einzubeziehen und zudem die Kreditkosten als Betriebsausgaben geltend zu machen. Aber auch in diesem Fall ist das Denken in Monatsraten der Anfang vom Ende ...

 

 

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zu 2: Aus persönlichen Gründen ...

Worauf man sich bei einer solchen Aussage nicht nur als Freelancer gefaßt machen muß.

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"Herr X hat uns aus persönlichen Gründen verlassen." Diese Antwort bekommt man nicht selten zu hören, wenn man sich die Frage erlaubt, warum denn der Vorgänger aus diesem ach so tollen Projekt oder Unternehmen geschieden ist. Sicher, manchmal hat die Qualifikation oder Persönlichkeit des Betreffenden wohl nicht gepaßt. Nicht selten ist es aber so, daß das Betriebsklima allgemein nicht das Beste ist. Das gilt auch für die Stimmung in vielen Projekten. Und wenn einem angeboten wird, in einem solchen Projekt mitzumachen, sollte man sich insbesondere als Freelancer auf einiges gefaßt machen. Häufig sind die Projekte dann miserabel gemanagt, die einzelnen Teilteams arbeiten nur noch für sich, Termine können nicht mehr eingehalten werden usw. Allzu leicht gerät man zwischen alle Fronten. Nach außen wollen die betreffenden Unternehmen das natürlich nicht zugeben. Würden sie es tun, dann könnten sie kaum noch qualifiziertes Personal (intern oder extern) anziehen.

Wird man also mit diesen oder ähnlichen Aussagen konfrontiert, darf man davon ausgehen, daß mit großer Wahrscheinlichkeit nicht die Wahrheit gesprochen wird. Hat man weitere Alternativen, würde ich empfehlen, diese vorzuziehen, auch wenn vielleicht nicht so klangvolle Namen dahinter stehen. In Projekten bzw. Unternehmen, in denen pausenlos intrigiert wird, rückgradlose Feiglinge die Führung übernommen haben, wird man seines Lebens schlicht nicht froh. Der Vorgänger hat diese Lehre bereits erfahren und richtigerweise die Konsequenzen gezogen. Dies sollte man sich stets vor Augen führen, selbst wenn man natürlich nicht alles ablehnen kann. Eine kritische Auswahl hat sich noch stets bewährt.

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zu 3: Linktip:

Kostenloser Download eines Anonymisierungs-Programms.

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Spätestens seitdem die einschlägigen Gesetze weiter verschärft worden sind, ist klar, daß man im Internet schon lange nicht mehr so anonym surfen kann, wie man sich das wünschen würde. Es wäre schön, hätte man ein Programm, das automatisch eine solche Anonymisierung prozessiert. Jetzt existiert ein kostenloses Tool namens JAP der TU Dresden, zu beziehen bei:

http://www.tu-dresden.de

Die Seite bietet übrigens noch viele weitere nützliche Informationen.

JAP verwischt durch Verschlüsselungsmethoden virtuelle Spuren im Web. Es wird zudem eine ganze Kaskade von Proxyservern zwischen Nutzer und Internet geschaltet. Um an diese Nutzerdaten zu kommen, müßte man die Betreiber aller Proxyserver dazu bringen, sowohl die Nutzerdaten, als auch den genauen Ablauf der erfolgten Datenvermischung offenzulegen. Dieses Unterfangen ist fast aussichtslos, vor allem dann, wenn die Server in verschiedenen Ländern stehen. Wird diese Methode von Millionen Nutzern angewendet, dürfte das Datenmischen einen so hohen Grad aufweisen, daß der User kaum mehr ermittelt werden kann und die Ermittlungsmethode zudem rechtlich angezweifelt werden kann.

Diese und ähnliche Software hat einen Nachteil. Die Performance beim Surfen geht in die Knie. Deshalb kann das Programm z.Z. wohl nicht zum Dauereinsatz kommen. Ich gehe davon aus, daß sich die Technik künftig weiterentwickeln wird, so daß sich sowohl die Geschwindigkeit als auch der Grad an Anonymisierung erhöhen wird. Trotz allem macht es Sinn, das Programm von Zeit zu Zeit parallel zu nutzen, um das Datenmischen im Netz weiter voranzutreiben. Angeblich werden gegenwärtig ca. 200 Mio Webseiten anonym aufgerufen. Je mehr Nutzer sich also beteiligen, desto anonymer wird das Web.

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zu 4: Datenschutz: Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Widersprüche zum BDSG Bundesdatenschutz-Gesetz.

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Nun ist es also in Kraft: Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, kurz AGG. Ich will mich hier nicht über die wilden Blüten auslassen (insbesondere die Einschränkung der Vertragsfreiheit), die dieses Gesetz treibt, sondern auf einen Umstand hinweisen, der Unternehmen und Datenschützer gleichermaßen beschäftigen wird. Und zwar wird das AGG dazu führen, daß die Unternehmen in Konflikt mit dem BDSG geraten können, wenn sie sich vor den Auswirkungen des AGG schützen wollen. Wie das?

Nun, nehmen wir einmal den Bereich Personal, ein Bereich, der ohnehin schon sensibel ist. Unternehmen werden nicht umhin kommen, alle Personal- und Bewerbungsgespräche entsprechend zu dokumentieren (das gibt wieder schöne IT-Projekte :-) ) Wie sonst will man den Beweis antreten, nicht ungleich behandelt zu haben? So wird man möglicherweise Informationen aufnehmen, die nicht im Einklang mit dem BDSG stehen. Es droht eine Klageflut, nicht nur aus dem AGG, sondern auch aus dem BDSG heraus. Das wird in der Tat spannend.

Ich kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine allgemeine Empfehlung abgeben, der Sachverhalt ist dazu noch zu neu, es existieren noch keine einschlägigen Gerichtsurteile. Ich kann an dieser Stelle nur dazu raten, diesen Punkt im Auge zu behalten, um nicht in ausgesprochen teuere Prozesse hineinzugeraten. Fortsetzung folgt ...

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zu 5: In eigener Sache!

Ausstieg aus der Gründungsberatung.

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An dieser Stelle ein Hinweis in eigener Sache.

Ab sofort stehe ich für Gründungsberatungen nicht mehr zur Verfügung (Bestandskunden werden natürlich weiter betreut). Ich habe dafür u.a. folgende Gründe:

1. Man muß von Zeit zu Zeit sein Portfolio überdenken. Dazu gehört auch der Mut, die Dinge zu streichen, die nicht mehr in die Richtung passen, in die man gehen möchte. Ich habe ja schon häufiger darüber berichtet. Ich halte mich an an meine Konzepte. Die Gründungsberatung hat es nun halt getroffen. Diese Beratungen sind meist von sehr geringem Umfang, obwohl sie eine Menge Arbeit verursachen. Die Qualität der Beratungsleistungen kann Schaden nehmen, und das will ich natürlich verhindern.

2. In diesem Sektor tummeln sich zu viele Subventionierte Stellen, mit denen ich mich nicht auch noch herumschlagen will. Die Subventionierten, das sind diejenigen Stellen, die staatlich alimentiert werden, allerlei Unterlagen mit auf den Weg geben, aber weder die harten Tatsachen und Zahlen ermitteln, noch ein echtes Coaching bieten. Zudem drücken die Subventionierten das Preisniveau, ohne sich dem Wettbewerb stellen zu müssen. Sorry, dann macht auch die Arbeit.

Auf www.lressmann.de werde ich natürlich weiterhin nützliche Tips auch für Gründer bieten. Nur aktive Beratung kann ich in diesem Zusammenhang bis auf weiteres leider nicht mehr bieten.

 

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Genug für heute. Bis zum nächsten Mal, alles Glück und viel Erfolg!

Herzlich, Ihr

Lutz Ressmann

 

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