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Verfasser
Lutz Ressmann
E-Book:
Erfolgreiche Akquise für Freiberufler -
101 Ideen & Tipps

277
DIN A4 Seiten, 2,5 MB, PDF-Format
Kostenlose Leseprobe
Hinweise & Bestellung >>>
Keywords
Internet, Verkauf, Vertrieb, verkaufen, erfolgreich
Links / PDF
wie angegeben
Aktualisierung:
06.03.2010
© 2003-2008
|
|
| Internet-Verkauf: Brauche ich
das überhaupt? |
Sie
müssen gar nichts, aber Sie dürfen. Sie dürfen an einer gigantischen, global
agierenden Vertriebsmaschine teilnehmen: dem Internet. Oder Sie können es
lassen, aber dann, aber dann ...
Das Internet ist der Marktplatz, dem
das höchste Wachstum vorausgesagt wird. Wenn Sie jetzt Ihren eigenen
Internet-Verkauf, Ihr Internetmarketing starten, sichern Sie sich noch
rechtzeitig Ihren festen Platz im globalen Markt. Je später Sie einsteigen,
umso schwieriger und teurer wird es.
Online-Shops haben 2003 allein in
Deutschland über 11 Milliarden € umgesetzt! Wenn auch Sie sich ein Stück von
diesem großen Kuchen abschneiden möchten, sollten Sie diesen Beitrag, wie
auch meine gesamte Webseite sorgfältig studieren (siehe vor allem den
Beitrag zum Internet-Marketing). Und natürlich so
schnell wie möglich beginnen, Ihren ganz persönlichen Internet-Verkauf zu
starten. Umsetzen nennt man das! |
| Wie kann ich meine Kunden im
Internet gezielt ansprechen? |
Fangen wir zunächst
einmal mit demjenigen an, der bei vielen Websites an hinterster Stelle
steht: Dem Kunden! Nach meiner Ansicht sollte allerdings genau der Kunde an
erster Stelle stehen. Und sonst nichts. Viele Internetpräsenzen sprechen
über sich selbst: "Wir über uns". "Unsere Produkte". "Unsere
Dienstleistungen". "Unsere Adresse". Wo kommt da der Kunde vor? Mit
Selbstbeweihräucherung allein gewinnt man keine Kunden. Nicht, dass eine
gewisse Selbstdarstellung nicht sein müsste, vor allem wenn man
Dienstleistungen verkauft. Nur sollte diese auf der einen Seite nicht
übertrieben daherkommen und möglichst glaubwürdig sein. Zum anderen sollte
sie an letzter Stelle stehen. |
| Wie kann ich
meine Kunden im Internet denn analysieren? |
Auch im
Internet ist eine sorgfältige Analyse der Kunden der wichtige erste Schritt
im Verkaufsprozess. Kunden kaufen nie ein Produkt, sondern immer den Nutzen,
den ein Produkt bietet. Deshalb müssen Sie bei der Konzeption Ihrer Website
sehr sorgfältig planen:
- Ergründen Sie, welche Kunden wahrscheinlich auf Ihre Website kommen
werden.
- Ergründen Sie die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer potentiellen Kunden.
- Ergründen Sie, welchen Nutzen die Kunden von Ihren Produkten oder
Dienstleistungen erwarten könnten.
Stellen Sie deshalb auf Ihrer Webseite genau diesen Nutzen
heraus: "Das neue Modul reduziert die Wartungsintervalle Ihrer Maschinen um
30 % und hilft damit Kosten zu senken!" Belassen Sie es nicht bei der
bloßen Beschreibung technischer Eigenschaften - diese kommt zuletzt. Geben
Sie den Kunden die Möglichkeit, einen persönlichen Bezug zu ihrer Situation
herzustellen. Dann fällt die Kaufentscheidung wesendlich leichter. Das ist
im Internet nicht viel anders, als in allen Verkaufsprozessen. |
| Wie kann ich meinen Kunden die
Entscheidung so leicht machen wie möglich? |
Grundsätzlich entscheiden Kunden nicht gerne. Deshalb sollten Sie ihnen
helfen, sich entscheiden zu können. Stellen Sie auf Ihrer Website nicht
einfach nur "nackte" Fakten und Tatsachen nebeneinander.
Lernen Sie die Entscheidungsmuster
Ihrer Kunden zu verstehen. Entwickeln Sie daraus ein interaktives
Frage-und-Antwortspiel: "Was ist Ihnen wichtiger? Möchten Sie lieber einen
besonders sparsamen Wagen? Oder ist Ihnen eine sportlich schnelle Fahrweise
wichtiger als ein geringer Verbrauch?" Je nachdem, was der Kunde antwortet,
können Sie Empfehlungen aussprechen und dem Kunden bei der Entscheidung
helfen: "Ihnen ist also ein geringer Verbrauch sehr wichtig. Da können wir
Ihnen unser Modell 320 besonders empfehlen."
Wir sind hier mal wieder beim
Thema Direct-Response, hier übertragen auf die Belange des Internet.
Entdecken auch Sie die von Prof. Siegfried Vögele entwickelte Dialogmethode
für sich und nutzen Sie diese Erkenntnisse. Und zwar nicht nur im Internet,
sondern im Rahmen Ihrer gesamten Marketing-Kommunikation.
Diese Form der virtuellen
Kundenberatung ist im Internet noch viel zu selten zu finden. Sie wird aber
die Zukunft sein. Reale Verkaufsgespräche laufen ähnlich ab. Es gibt keinen
Grund, es im Internet anders zu machen. |
| Gelten die Regeln des
Direkt-Response auch für das Internet? |
Und wie? Und gerade hier besteht
der größte Handlungsbedarf. 90 % aller Web-Seiten sind elektronische
Visitenkarten und die verkaufen nun mal nichts. Das WWW ist voll von
graphischen Meisterwerken, tollen Flash-Animationen, schüttelnder Hände,
verboten schöner Werbe-Zombis und vielen bunten Bildchen. Doch ich frage
Sie: Haben Sie schon mal erlebt, daß man mit bloßem Design große Umsätze
erzielt hat? Eben! Wollen Sie zahlende Kunden anziehen, dann werden Sie
nicht umhinkommen, sich auf den Inhalt zu konzentrieren. Ein "Web-Relaunch"
wird fällig. Eigentlich ist es ein fortwährender Prozeß, eine gute Web-Seite
ist eine Web-Seite, die es dem Kunden leicht macht, sich mit Ihr zu
beschäftigen, die ihm Informationen bietet, die ihm Vorteile bringt, die
seine Grundbedürfnisse anspricht. Eine Gute Web-Seite ist vor allem
entscheidungs- und handlungsorientiert. Sie arbeitet nach den Erkenntnissen
der Dialogmethode. |
| Können Sie mir einige Tips
geben, wie ich eine Web-Seite nach der Dialog-Methode gestalten kann? |
Ja, allerdings auch hier nur in
gebotener Kürze. Das Folgende gehört übrigens in den Bereich der sogenannten
Web-Usability:
-
Berücksichtigen Sie auch hier
alles, was Sie bisher über Direct-Response gelernt haben, besonders die
vier P´s.
-
Verwenden Sie möglichst keine
Animationen und bewegte Bild- und Textelemente, wie z.B. Laufschriften und
animierte Bilder. Alles, was sich bewegt, erzeugt beim Leser das Gefühl:
"Gefahr im Verzug!" Und genau das können wir ja nun gar nicht brauchen. Es
ist übrigens ebenfalls ein angeborenes Verhalten. Das können Sie nicht aus
der Welt schaffen, und jammert der Web-Designer noch so sehr.
-
Die Ladezeit der Startseite sollte
möglichst nicht über 20 Sekunden bei 56 k liegen. Gehen Sie deshalb mit
graphischen Elementen und Java-Scripts äußerst sparsam um. Eine gute Seite
braucht keine Intros.
-
Der Leser muss seine Vorteile
bereits auf der Startseite binnen 10 Sekunden kapieren können. Er musss
schnell erkennen können, um was es bei Ihrem Angebot geht.
-
Füllen Sie Ihr Web-Angebot mit
ausreichend Inhalt, der dazu auch noch kostenlos sein muss. Die Nutzer
wollen sich erst einmal mit Ihnen und Ihrer Problemlöse-Kompetenz
beschäftigen. Das nennt man "vertrauensbildende Maßnahmen." Schaffen Sie
kein Vertrauen, so werden die Leute nicht kaufen. Dieser Grundsatz gilt
vor allem für das WWW, da wir hier kaum eine Möglichkeit der persönlichen
Einflussnahme haben.
-
Der Qualität Ihrer Texte sollten
Sie eine noch größere Aufmerksamkeit schenken, als in Print-Medien. Lesen
am Bildschirm dauert etwa 25 % länger als in der gedruckten Version. Es
sind Effektivitäts-Einbußen zu erwarten. Also muss ein Web-Text noch
leichter zu lesen, verständlicher und überzeugender sein, um den gleichen
Wirkungsgrad zu erreichen, wie der gedruckte Text.
-
Die Navigation auf der Web-Seite
muss kinderleicht sein. Jeder Link muss zu genau dem Angebot führen, was Sie
in ihm versprochen haben.
-
Farben sparsam und
verhaltensgerecht einsetzten. Eine Web-Seite, die aus allen Farbrohren
feuert, hat es schwer, überhaupt noch etwas hervorzuheben. Kann der Nutzer
seine Vorteile nicht wahrnehmen, wird er sich mit Ihrem Angebot auch nicht
mehr auseinandersetzen. Außerdem wird er so schnell nicht wiederkommen.
-
Ihre Seite soll frei sein von
Werbebannern und Pop-Ups.
-
Passen Sie Ihr Angebot den
Bedürfnissen Ihrer Zielgruppe an. Dazu gibt es zahlreiche Studien, wie
z.B. den
GfK-Online-Monitor. Eine Web-Seite für Kinder muss anders daherkommen,
als ein Finanzportal.
-
Nochmal zum Texten: Sprechen Sie
möglichst wenig über sich, sondern in der Hauptsache vom Kunden und seinen
Bedürfnissen. Motivationspsychologisch völlig unwirksam ist das elende
BlaBla, das Sie auf vielen Firmen-Seiten sehen können. Es wimmelt vor
selbstgefälligem PR-Material, das nur allzu Offensichtlich mehr mit
Prestige,- Macht- und Gewinnmotivation der Anbieter zu tun hat, als mit
den Problemen und Interessen der Kunden.
-
Jedes E-Commerce Angebot, das
Überleben will, muss entweder selbstmörderisch niedrige Preise bieten
(davon rate ich Ihnen ab) oder einen Zusatznutzen wie z.B. durch
Hintergrundinformationen, Produkt-Konfiguratoren, interaktive
Applikationen oder besonders bequeme Such- und Bestellfunktionen.
-
Die wichtigste Aufgabe der
Nutzerfreundlichkeit um Direct-Response auszulösen, liegt darin, die
immateriellen Kosten für die Bedienung eines Angebots so minimal zu halten
wie möglich. Sie schafft damit zwar keinen direkten Nutzen, sie sorgt
jedoch dafür, dass die implementierten Angebote wirksam werden können.
Mängel bei der Nutzerfreundlichkeit können die Kosten für die Besucher
Ihrer Web-Seite so ansteigen lassen, daß die nützlichsten Dienste ruiniert
werden.
-
Halten Sie die Wege kurz! Der Weg
vom Klick zur Information muss so kurz wie möglich sein. Sorgen Sie für ein
handlungsfreundliches Design, bieten Sie erkennbare Erfolgsrückmeldungen
für jeden einzelnen Klick. Brauchen die Nutzer erstmal 5 Klicks bis zur
gewünschten Information, so werden Sie sie zu 100 % verlieren.
-
Emotionen spielen auch im Web eine
große Rolle. Emotionen, die im Verlauf von gelingenden (oder misslingenden)
Handlungen entstehen, sind für die Bewertung der Qualität einer Web-Seite
viel wichtiger als ein Kessel Buntes. Es besteht kein Zweifel daran, dass
es genau diese emotionalen Reaktionen sind, die über die Bereitschaft zum
erneuten Besuch oder eben Nicht-Besuch eines Angebots entscheiden. Seien
Sie ein Quell der Freunde, bieten Sie keinen Grund für unnötigen Ärger.
Denken Sie an die Ergebnisse entsprechender Studien. Nicht wenige
Teilnehmer an der Computerei berichten von Gewaltausbrüchen gegenüber
wehrlosen Mäusen, Tastaturen und Monitoren. In Einzelfällen wurden sogar
teuere Notebooks mutwillig zerstört, andere ließen ihre aufgestaute
Frustration an unbeteiligten Mitmenschen aus.
-
Das Gestalten Ihres Web-Auftritts
sollte also folgendes Ziel haben: Beim Benutzer sollten positive
emotionale Erfahrungen erzeugt werden - negative Erfahrungen sind
möglichst auszuschalten. Der Nutzer sollte in einen Flow-Zustand
geraten. Das heißt, er soll sich in Ihre Web-Seite "versenken". Er soll
sich so in Ihr Angebot vertiefen, daß er von anderen Dingen absorbiert
wird. Dazu benötigen Sie wiederum viele Inhalte - was sich in Sekunden
konsumieren läst, kann zwar nützlich sein, ist aber als Flow-Auslöser
nicht unbedingt geeignet. Außerdem sollte der Nutzer das Geschehen selbst
wirksam steuern können, er will die Kontrolle behalten. Brauchen Sie noch
ein Beispiel? Hier ist es: Sie selbst! Wenn es mir nicht gelungen wäre,
Sie wirksam zu beeinflussen und bei der Stange zu halten, dann hätten Sie
es bis hierin gar nicht ausgehalten. Stimmt´s?
|
| Hat das Internet in bezug auf
die Werbewirksamkeit eigentlich einen besonderen Vorteil gegenüber der
klassischen Werbung? |
Einen bedeutenden sogar. Wir
sind willkommen! Werbung wird im allgemeinen als störend wahrgenommen.
Der Nutzer, der unsere Seite anklickt, tut dies bewusst. Nicht nur seine
Ablehnung ist entsprechend gering, auch sein Involvement, seine
Bereitschaft, sich mit dem Angebot zu beschäftigen, ist größer. Schließlich
ist er ja freiwillig hier. Wir haben uns ihm nicht aufgedrängt. Das macht
uns weniger verdächtig. Trotzdem müssen wir natürlich die Regeln im
Direct-Response beachten, sonst ist er schnell wieder weg. Aber das ist
Ihnen inzwischen ja wohl klar. Oder etwa nicht? |
| Aber Herr Ressmann, haben die
Kunden nicht dennoch Einwände? |
Natürlich haben sie die. Sie sind unsicher und wollen manche
Dinge hinterfragen. Oder sie haben Bedenken gegenüber einem Produkt oder
einer Leistung. Wie im realen Leben müssen diese Einwände auch im Internet
entkräftet werden, damit es zum Geschäftsabschluss kommt. Natürlich können
Sie dazu im Internet keinen echten interaktiven Dialog mit den Kunden
führen. Doch eignen sich zur Einwandbehandlung im Internet die berühmten
FAQs (Frequently Asked Questions) sehr gut. Die FAQs sind eine Auflistung
der gängiger Fragen mit passenden Antworten. Dadurch kann eine Vielzahl von
Einwänden entkräftet und Vertrauen aufgebaut werden. Scheuen Sie sich nicht,
auch auf besonders kritische Dinge einzugehen. Im übrigen entlasten Sie
damit Ihren Vertrieb und Ihre Hotline. Dies spart wiederum bares Geld.
Das, was sich nicht mit den FAQs
abdecken lässt, müssen Sie anderweitig behandeln. Insbesondere empfehle ich
Ihnen dringend, auf die Fragen, die Ihnen die Besucher Ihrer Webseite
stellen, auch einzugehen, d.h., die eingehenden E-Mails auch schleunigst zu
beantworten. Internet-Nutzer hassen nichts mehr, als das Ihre E-Mails nicht
beantwortet werden. Lachen Sie nicht, was glauben Sie wie häufig das
vorkommt, auch bei den sogenannten "Großen". Internet ist Kommunikation und
nicht zu kommunizieren ist auch Kommunikation. Nur wird letztgenannte Form
der Kommunikation im Internetmarketing böse abgestraft.
Wenn die die Möglichkeit dazu
haben, beziehen Sie sich bei der Entkräftung der Einwände in den FAQ auf
Personen oder Institutionen, die Ihre Kunden kennen. So schaffen Sie
Vertrauen. Nutzen Sie beispielsweise jede positive Aussage aus der Presse:
"Frage: 'Sind Ihre Wagen nicht als defektanfällig bekannt?' Antwort: 'Nach
der Statistik der ADAC-Motorwelt gehört unser Modell E-Type zu den
zuverlässigsten Fahrzeugen überhaupt.'. Der Kunde kennt den ADAC und
vertraut dieser Aussage: Einwand entkräftet!
Oder lassen Sie in den FAQ Ihre
Kunden sprechen. Das wirkt besonders stark: "Frage: 'Ich habe gehört,
dass
Ihr Service schlecht ist.' Antwort: 'Gerade unsere langjährigen Kunden
bescheinigen uns immer wieder ihre Zufriedenheit mit unserem Service. So tat
es auch Bodo Nörgel von der Kritiker AG. Er schrieb uns kürzlich:
"....besonders die Flexibilität Ihrer Kundendienst-Mitarbeiter fanden wir
vorbildlich..." . Ein bestehender Kunde, eine bekannte Firma, lobt den
Service. Wer kann da noch Zweifel haben: Einwand entkräftet! Nach kurzer
Recherche werden Sie auch in Ihrem Unternehmen sicherlich genügend
verwertbare Zitate aus Kundenschreiben finden. Heben Sie diesen Schatz!
Je mehr Fragen Sie von dieser Art
in Ihren FAQ haben, desto mehr Einwände werden Sie damit entkräften können.
Doch nehmen Sie in die FAQ-Liste nicht nur die Einwände auf, die Sie
üblicherweise von Kunden hören. Wenn Sie manchen Nutzen Ihres Produktes
besonders herausstellen möchten, erfinden' Sie einfach eine Frage. Die
Antwort nutzen Sie dann für die positive Selbstdarstellung. Natürlich ist es
nicht einfach, gute FAQ zusammenzustellen. Wenn Sie jedoch erfolgreich im
Internet verkaufen möchten, dann sollten Sie hierin einige Mühe investieren. |
| Natürlich! Sagen Sie, gibt es
eine einfache Technik, mit der ich mein Web-Angebot schnell und sicher
bewerten kann? |
Ja. Eine einfache
Bewertungs-Methode besteht darin, alle Inhalte der Seiten nacheinander
systematisch und mit besonders kritischem Blick zu betrachten. Stellen Sie
sich bei jeder Seite immer wieder die Frage: Wem nützt das? Welche
Motivation spricht das an? Fällt Ihnen nicht sofort eine schlüssige Antwort
ein, dann weg damit! |
| Wie kann ich im Internet
möglichst viel Vertrauen schaffen? |
Vielen
potentiellen Kunden fehlt das Vertrauen in Online-Anbieter. Deshalb sind sie
mit Ihren Online-Bestellungen (noch) zurückhaltend. Sie fragen sich
beispielsweise: "Ist der Anbieter seriös? Wird alles korrekt abgewickelt,
wenn ich ihm meine Kreditkarten oder Kontoinformationen anvertraue?"
Dem Aufbau von Vertrauen müssen Sei
besonders große Aufmerksamkeit schenken, wenn Sie ein "Neuling" sind und Ihr
Geschäftsmodell einzig auf dm Internet aufbauen, also einen klassischen
Online-Shop betreiben wollen. Wenn Sie bereits "Offline" erfolgreich sind,
also z.B. über einen stationären Handel verfügen und Ihr Unternehmen bereits
bekannt ist, haben Sie es da schon leichter. Aber auch dann müssen Sie in
"Vertrauen" investieren und das ist ein mühseliger und manchmal auch
langwieriger Prozess. Folgende Empfehlungen gebe ich Ihnen mit auf den Weg
(ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- Sorgen Sie für ausreichenden und
nützlichen Inhalt, damit sich die Kunden mit Ihnen und Ihrem Unternehmen
beschäftigen können, bevor es zum "Finale", dem Abschluss kommt.
- Bieten Sie einige nützliche
Gratis-Angebote. Das größte Zauberwort im Internet heißt "kostenlos"!
- Beantworten Sie E-Mails und zwar
schnell.
- Simulieren Sie den persönlichen
Verkauf so weit wie möglich. Arbeiten Sie mit der Dialogmethode, stellen
Sie Fotos und Lebensläufe von Ihnen, den Geschäftsführern und Ihren
Mitarbeitern in Verkauf, Vertrieb und Service in Ihre Internet-Präsenz
ein. Die Kunden wollen sehen, mit wem sie es zu tun haben! Und damit
meine ich keine Gruppenfotos. Haben Sie schon mal einen persönlichen
Verkauf erlebt, bei dem Sie dem Kunden in kompletter Divisionsstärke
entgegen traten?
- Bieten Sie die Möglichkeit des
Kundendialogs über den Verkauf hinaus. Kreieren und versenden Sie Ihren
eigenen Newsletter!
- Bieten Sie dem Kunden einen
ordentlichen, d.h. funktionierenden Kundenservice. Reden Sie nicht nur
darüber!
- Bieten Sie Bezahlmöglichkeiten,
die dem Kunden die Möglichkeit einräumt, so einfach wie möglich wieder
zurücktreten zu können. Arbeiten Sie z.B. mit Lastschrifteinzug oder
Nachnahme. Verzichten Sie auf Vorkasse.
- Kommt es zum Abschluss,
bearbeiten Sie die Kaufaufträge gewissenhaft und sauber.
- Wählen Sie auch Ihre
Logistikpartner sorgfältig aus.
- Sorgen Sie für eine problemlose
Retouren-Abwicklung.
- Legen Sie hinter Ihre
Internet-Präsenz eine ausgeklügelte Vertriebslogistik. Was nutzt es Ihnen,
jede Menge Vertrauen aufzubauen, wenn Sie die Kundenaufträge, die Sie
dadurch gewinnen, überhaupt nicht effizient bearbeiten können. Es kommen
plötzlich 1000 Bestellungen rein und Sie können sie nur in 2 Monaten
abwickeln. Überprüfen und optimieren Sie deshalb ganz besonders Ihre
Vertriebsprozesse. Das Internet ist auf der einen Seite als eigenständiger
Vertriebskanal zu sehen, auf der anderem Seite muß sich der
Internet-Verkauf nahtlos in Ihre bestehende Kundenauftrags-Abwicklung
integrieren.
- Internetmarketing und Verkauf im
Internet sind Chefsache!
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