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Verfasser
Lutz Ressmann
E-Book:
Erfolgreiche Akquise für Freiberufler -
101 Ideen & Tipps

277
DIN A4 Seiten, 2,5 MB, PDF-Format
Kostenlose Leseprobe
Hinweise & Bestellung >>>
Keywords
SAP-BW-Projekt, Business-Warehouse, Data-Warehouse, erfolgreicher Ablauf,
Kennzahlen
Links / PDF
z.Z. keine
Aktualisierung:
07.03.2010
© 2003-2008
|
|
Was bedeutet Data-Warehouse und SAP-BW?
Ein Data Warehouse (DWH) ist ein System zur zentralen
Bereitstellung von Unternehmens-Informationen für Kontroll- und
Entscheidungsprozesse.
Ein DWH ist
-
themenorientiert - Aufbereitung entscheidungsrelevanter
Themen
-
integriert - Daten aus unterschiedlichen Anwendungen
-
dauerhaft - stellt historische, zeitkonsistente Daten zur
Verfügung
-
auf die Beantwortung betriebswirtschaftlicher Fragen
konzentriert
-
für den einfachen und schnellen Zugriff auf Informationen
konzentriert
SAP BW steht für das DWH der SAP AG und bedeutet "Business
Information Warehouse". Es ist:
-
eine durchgängige DWH-Lösung nach neuestem Stand der
Technologie,
-
die Funktionen der Datenextraktion, zum Daten-Management und
zur Daten-Präsentation bereitstellt und
-
einen einfachen und schnellen Zugriff auf Daten von
SAP-Systemen sowie anderen Plattformen bereitstellt
Benötigte Fähigkeiten für ein SAP-BW-Projekt
Betriebswirtschaftliche Beratung und Mitarbeit:
-
Je nach Auswertungszweck und Fachbereich, z.B.
Controlling-Infosystem, Kennzahlen für das Rechnungswesen, Balanced-Scorecard, Vertriebsinfosystem usw.
-
Gutes betriebswirtschaftliches Verständnis der Thematik
Fachliche Beratung und Mitarbeit:
-
Zusammenhang zwischen den benötigten Auswertungen und der
Datenbasis verstehen
-
Kenntnisse in der Datenmodellierung
-
Kenntnisse der passenden R/3-Module sowie eventuell auch
anderer Plattformen
SAP BW Basis und Programmierung:
-
Es bestehen Ähnlichkeiten zu SAP R/3, es gibt jedoch auch
Neues. Die Lade-Jobs zu kontrollieren ist aufwendig, Datenharmonisierung und
Regeln erfordern ABAP-Kenntnisse. D.h., ohne Entwickler kommt man auch hier
nicht aus!
Benötigte Informationen aus der Fachabteilung:
-
Anzahl der operativen Systeme (Datenquellen), da bei
unterschiedlichen Datenstrukturen die Extraktion und die Datenmodellierung
pro Quellsystem gemacht werden muß
-
Auswertungszweck und -Feld, wie Produktion, Vertrieb oder
Rechnungswesen
-
Art der Informationen und Darstellung
-
Scope: Soll "nur" ein BW eingeführt werden oder ist auch die
Beratung bei der Konzeption der Anforderungen gefragt?
-
Vorstellungen über Kosten und Termine, damit das Pilotsystem
entsprechend skaliert werden kann.
Effizienzfaktoren eines SAP-BW Projektes
-
Schnelle und verläßliche Management-Entscheidungen
-
Unterstützung auf Management-Ebene und internes
Projekt-Marketing
-
Definition eines einheitlichen und abgestimmten
Kennzahlenkataloges unter Einbezug von Kollegen und Management
-
Kleine "High-Performance-Teams" mit kleinen und
überschaubaren Informations-/Arbeitspaketen ("Quick Hits")
-
Qualifikation des BW-Teams ("Skill-Mix")
-
Anwender mit Prozeß- und Datenkenntnissen gehören ins Team
-
Für Transfer ins Produktivsystem sowie QS- und
Testaktivitäten sind ausreichende Zeitreserven einzuplanen
-
Wünschenswert: Nur geringfügige Modifikationen im R/3 sowie
ein stabiles R/3-Umfeld
Erfahrungen aus SAP-BW Projekten
-
Verwendung des Business Content leistet einen entscheidenden
Beitrag zur Projektbeschleunigung und Ergebnisqualität
-
Anzahl der Datenquellen möglichst klein halten, da die
Administration der Job-Abläufe arbeitsaufwendig ist
-
Hardwareaufbau sowie HW-/SW-Infrastruktur nicht unterschätzen
-
Der Business-Explorer ist für die erste Phase ausreichend,
die Reportinganforderungen werden aber steigen ("Appetit kommt beim Essen")
-
Datenqualität im Quellsysstem, Reengenering R/3 notwendig?
-
BW-Projekte weisen spezielle Merkmale auf (im Gegensatz zu
anderen SAP-Projekten). Expertenwissen ist hier besonders ausschlaggebend.
-
Definieren Sie realistische, machbare und kurzfristig
erreichbare Meilensteine für Ihre BW-Einführung: "Think big -Start small!"
Aufwand und Kosten (SAP BW Data Mart)
-
Projektdauer ca. 3 - 6 Monate (Anforderungsanalyse und
Definition 10 %, Datendesign und Datenbeschaffung 25 %, Customizing und
Realisierung 20 %, Reporting 15 %, Evaluierung, Test und Schulung 25 %,
Betriebs- und Berechtigungskonzept 5 %)
-
Ein durchschnittliches SAP-BW Projekt benötigt ca. 80 -
100 Tage Consulting-Aufwand
-
Im allgemeinen 2 - 3 Berater mit unterschiedlichen
Schwerpunkten (Applikation und Basis)
-
Kosten: Hardware 100 TEUR, Consulting 125 TEUR
Empfehlung einer zyklischen Vorgehensweise beim Aufbau
eines SAP-BW
Phasen eines SAP-BW Projektes
Phase 1 - Definition der Anforderungen:
Hier sind insbesondere folgende Fragen zu beantworten:
An dieser Stelle sind vor allem Kenntnisse aus dem
Controlling gefragt, von Fragen der Konsolidierung bis hin zu Kennzahlen aus
der Supply-Chain. Zum Ermitteln strategischer Ziele und Durchführen von
Workshops sollten methodische aus auch DWH-Kenntnisse vorhanden sein. Die
Anforderungen sollten priorisiert und in einem Phasenmodell umgesetzt
werden.
Phase 2 - Pilotsystem
-
Architektur des BW
-
Abgleich zwischen Anforderungen und Business Content
-
Konzept mit Priorisierung und Phasenzuordnung
-
Aktivierung des ausgelieferten Business Content, ggfs. mit
Erweiterungen
-
Datenextraktion aus den beteiligten Systemen
Hier sind Kenntnisse in Datenmodellierung sowie den
betroffenen R/3-Modulen gefragt.
Phase 3a - Globales System
-
Erweiterung der Pilotanwendung über den Business Content
hinaus um zusätzliche Funktionalitäten
-
Aufnahme weiterer Standorte
-
bei gleichzeitiger Nutzung der vorhandenen
Extraktionsmechanismen
Phase 3 b - Komplettsystem
Erstellung eines Kennzahlen-Kataloges
-
Geschäftsfelder für SAP BW identifizieren (z.B. Vertrieb,
Einkauf, Produktion, Materialwirtschaft, Controlling)
-
Pro Geschäftsfeld die Anwendungsbereiche für SAP-BW festlegen
(z.B. Umsatz pro Region / Kunde für Vertrieb oder Kunden-Ergebnisrechnung
für Controlling)
-
Pro Anwendungsbereich die Kennzahlen identifizieren
-
Pro Kennzahl einen "Kennzahlen-Steckbrief" erstellen:
-
Beschreibung und Definition der Kennzahl
-
Was wird gesteuert, was soll mit der Kennzahl erreicht
werden?
-
Welche Versionen werden geführt (Plan, Ist, Forecast, usw.)?
-
Welche Zielgruppen arbeiten mit dieser Kennzahl?
-
Aus welchen Informationsquellen kommen die Kennzahlwerte?
Kennzahlen (unternehmensweit einheitlich):
Merkmale (unternehmensweit einheitlich):
-
Bewegungsdatum
-
Stammdaten (zeitabhängig, zeitunabhängig)
-
Beschreibende Attribute der Merkmale
-
Anzeige- oder Navigationsattribute
-
Hierarchien
-
Texte
Aktivitäten eines SAP-BW Projektes
-
Projektplanung und -koordination (inklusive QS- und
Statusmeetings)
-
Architekur und Planung (Grobkonzeption)
-
Technische Infrastruktur (Entwicklung und Produktion)
-
Feinkonzept (Business Blueprint)
-
Initiales Prototyping (Stammdatenprototyping) inklusive
Datenbeschaffung und Transformation
-
Iteratives Prototyping (Bewegungsdaten) inklusive
Datenbeschaffung und Transformation)
-
Integrationstest und Anwenderschulung
-
Betriebsplanung und Produktivsetzung
-
Roll-Out und Grobplanung weiterer Projekte
Projekteinzelschritte als Basis für die Terminierung eines
SAP-BW Projektes (Data Mart - Beispiel)
1. Projektinitialisierung:
Ziele:
-
Gemeinsames Projektverständnis
-
Rollen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten
-
Organisatorisches Umfeld klären (z.B.
Dokumentations-Standards, QS, Infrastruktur, usw.)
-
Grobplanung festzurren, Ressourcenverfügbarkeiten
sicherstellen, ...
Aktivitäten:
2. Strategie:
Ziel:
Aktivitäten:
-
Anforderungsanalyse und Priorisierung
-
Grober Abgleich mit dem Business Content
-
Definition beteiligter Standorte / Unternehmensteile
-
Festlegung der Implementationsstandards und des
Einführungsumfangs für die Pilotanwendung
-
Vorbereitung und Durchführung des Kick-Off-Meetings
3. Architektur und Planung:
Ziel:
Aktivitäten:
-
Detaillierung der Anforderungen
-
Bedarfsanalyse für Reporting, Kennzahlen, Rechenregeln und
Layoutstrukturen
-
Ermittlung der Datenverfügbarkeit und -konsistenz in den
Quellsystemen
-
Auswertungsbereiche konzipieren (Datenmodell)
-
Technologie und Betriebsführungskonzepte
-
LA-Sitzung zur Genehmigung der Konzeption
4. Prototyping und Realisierung:
Ziele:
-
Parametrisierung und Customizing
-
Spezifikation von Extraktions- und Konvertierungsmechanismen
sowie des Reportings
-
Vorbereitung Integrationstest und Produktivsetzung
Aktivitäten:
-
Anpassung Infocubes / Datenmodell
-
Daten-Extraktion, -Transformation, -Harmonisierung
-
Customizing und Entwicklung von Reports
-
Erarbeitung von Rollen / Berechtigungskonzept
-
LA-Sitzung zur Genehmigung des Prototypen
5. Integrationstest / Schulung:
Ziele:
Aktivitäten:
-
Erstellen eines Testplans
-
Durchführen der Testszenarien
-
Dokumentation der Testergebnisse
-
Durchführung von Aktivitäten, die sich aus den Tests ergeben
-
Erstellung eines Produktivsetzungsplans
-
Vorbereitung und Durchführung von Schulungen
6. Inbetriebnahme:
Ziele:
Aktivitäten:
-
Überprüfung des Fertigstellungsgrades
-
Abarbeitung des Produktivsetzungsplans
-
Validierung des produktiven Systems
-
Freigabe
-
Anlaufbetreuung des produktiven Systems
7. Nachbereitung Pilot-Phase:
Ziele:
Aktivitäten:
-
Abarbeitung "Lessons Learned"
-
Überprüfung Phasenzuordnung der Anforderungen
-
Erstellen der Projektplanung Phase 2 - n
-
LA-Sitzung zur Genehmigung von Folgeprojekten
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft
alles Glück und viel Erfolg! Wenn Sie der Meinung sind, daß ich Ihnen helfen
kann,
so lassen Sie es mich wissen.
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