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Lutz Ressmann
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Alle früheren Powerletter gibt's auf
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Liebe
Leserin, Lieber Leser,
auch mich hat zum
Jahresbeginn die Grippe
heimgesucht. Deshalb kommt
mein
Powerletter Nr. 12 mit etwas
Verspätung. Ich sehe es aber
positiv. Wenn ich
das fiese Virus besiegt
habe, ist mein Immunsystem
noch stärker und ich habe
erstmal wieder eine Weile
Ruhe.
Ich wünsche allen Lesern ein
gutes Neues Jahr und
weiterhin viel Spaß beim
Lesen meiner Elaborate. Auf
ein Neues!
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Inhalt Powerletter Nr. 12:
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1. blog
- Das Wort des Jahres 2004
Und
warum ich so ein Ding nicht
verwende!
2. Nonchalance
... oder in der Ruhe
liegt die Kraft!
3. Linktip:
Anerkennung
als Freiberufler!
4. Newsletter
nicht angekommen?
Warum
ein Archiv so wichtig ist!
5. Geschäfte
mit EU-Staaten
SOLVIT
hilft bei Problemen mit
Behörden!
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zu 1:
blog - Das Wort des Jahres
2004
Und warum ich so ein Ding
nicht verwende!
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Nach
Ansicht des
Wörterbuch-Verlags
Merriam-Webster (USA) ist
der
Begriff
"blog" das "Wort des Jahres
2004", da es auf seiner
Webseite
am
häufigsten abgefragt wurde.
Ein "blog" (von "web log")
ist ein
Tagebuch
mit persönlichen Notizen,
Kommentaren und
weiterführenden Links.
Inzwischen
gibt es im Internet etwa 4,8
Millionen Blogs.
Offensichtlich
schwemmt
gerade mal wieder eine neue
Modewelle durch das Web.
Jetzt
weiß
ich auch, warum ich den
einen oder anderen
Newsletter, den ich abonniert
habe,
nicht mehr bekomme. Gehe ich
auf die betreffende
Webseite, stoße ich
auf
was? - natürlich ein Weblog.
Meist erfahre ich dann noch,
daß der
Newsletter
jetzt durch eben dieses
Weblog ersetzt wurde. Die
meisten
Homepagebetreiber
sind sich der Konsequenzen
Ihres Tuns vermutlich gar
nicht
bewußt. Worin bestehen
diese?
Klar, ein Weblog hat
gegenüber dem Newsletter
gewisse Vorteile.
Insbesondere
müssen keine Mailadressen
mehr verwaltet werden, man
landet nicht in
SPAM-Filtern und hat meist
weniger Schreibarbeit. Bloß
hat die Sache einen
Haken: Das Weblog ist
unpersönlich, der direkte
Kontakt zum Leser fällt
praktisch weg und deshalb
sinken meist auch die
Besucherzahlen. Erkennt
man dies, ist es meist schon
zu spät und die verloren
gegangenen Newsletter-
Abonnenten müssen mühsam
zurückgewonnen werden.
Allein schon die Tatsache,
daß die meisten
Internet-Nutzer noch nicht
mal
den Begriff "blog" oder "Weblog"
kennen (Wozu müßten sie denn
sonst erst mal
ein Lexikon befragen?),
sollte Warnung genug sein,
einen Newsletter
abzuschaffen
und durch so ein blog zu
ersetzen. Ich jedenfalls
werde es nicht tun.
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zu 2:
Nonchalance
... oder in der Ruhe
liegt die Kraft!
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Ist Ihnen auch schon
aufgefallen, daß die
Menschen in Ihrer Nähe
immer unausgeglichener,
nervöser, aggressiver ja
geradezu psychopathisch
reagieren? Daß sie durch
kleinste Kleinigkeiten
völlig aus der Bahn
geworfen werden, ihnen die
nötige Coolness immer mehr
abhanden kommt
und deshalb Streitigkeiten
so gut wie vorprogrammiert
sind?
Mir schon, aber es gehört ja
schließlich zu meinem Beruf,
die Leute
zu beobachten. Ich habe
natürlich auch einen Tip
parat, wie man sich
vor
dieser Seuche am besten
schützen kann -
Nichtbeachtung.
Wir brauchen mehr
Nonchalance. Der Duden übersetzt das mit
Nachlässigkeit,
Ungezwungenheit,
Formlosigkeit. Salopp könnte man sagen,
die Fähigkeit,
auch mal fünfe gerade sein
zu lassen. Zu dem Thema fällt mir ein, was
Dale Carnegie in seinem
großartigen Buch "Sorge Dich nicht -
lebe!" mal
beschrieben hat. Das viele
Menschen sich vom Alltags-Kleinklein - den
sogenannten Käfern -
auffressen lassen. Sie regen sich über
jede
Nichtigkeit auf und
vermiesen sich ihr Leben selbst. Wer keine
Sorgen hat,
der macht
sich welche - so der Volksmund.
Viele Menschen kapieren
nicht, daß jede Aufregung letztlich den
Feind stärkt.
Dabei ist es so einfach:
Beachtung schafft
Verstärkung - Nichtbeachtung bringt
Befreiung!
oder von mir aus
In der Ruhe liegt die
Kraft!
Ich stelle immer wieder
fest, daß man die meisten Probleme quasi
"wegschnarchen"
kann. Nach langem, gesundem
Schlaf sieht die Welt meist schon viel
besser aus.
Damit zeigt man sich selbst
und anderen, wie wenig man sich von den
Alltagsproblemchen
beeindrucken läßt. Man gewinnt Distanz und
erhält
sich seine Gesundheit.
Vielleicht überprüfen Sie
einmal, in welchen Situationen Sie sich
immer wieder
aufregen. Überlegen Sie
dann, ob die Aufregung wirklich sein muß
und welches
Gegengift Sie einsetzen
können. Nicht jeder Mist und jeder Nörgler
ist es wert,
überhaupt beachtet zu
werden. Ihre Seele wird es Ihnen danken!
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zu 3:
Linktip:
Anerkennung
als Freiberufler!
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Auf
dieses Urteil haben wir nicht nur als
SAP-Berater und Entwickler
lange
gewartet. Und nun kommt endlich die
heiß ersehnte Nachricht.
Revolution beim
BFH!
Unterscheidung zwischen
Anwendersoftware und Systemsoftware
wird aufgegeben.
Die lange erwartete Entscheidung des
BFH (Urteil vom 04.05.2004, Az. XI R
9/03)
zur Frage der
Differenzierung zwischen Anwender- und
Systemsoftware ist endlich
da. Der BFH gibt darin
seine über 10 Jahre währende
Rechtsprechung auf, als
Voraussetzung für die
Anerkennung als Freiberufler in der IT
zwingend die
Entwicklung von
Systemsoftware zu verlangen.
Damit werden auch Selbständigen, die
bislang für sich keine Chance sahen,
als
Freiberufler anerkannt
zu werden, neue Möglichkeiten
eröffnet, von der Gewerbesteuer
befreit zu werden.
Allerdings wirft die Entscheidung auch
neue Fragen auf.
Wen
das betrifft oder wer sich generell
für solche Fragen interessiert,
kann
sich informieren bei:
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zu 4:
Newsletter
nicht angekommen?
Warum ein Archiv so wichtig ist!
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Jeder
Newsletter-Betreiber kennt das Problem:
Man schickt sein
Werk auf
die Reise und stellt mitunter fest, daß
nicht alle Abonnenten
die Mail
auch wirklich erhalten haben, weil sie
nicht zugestellt werden
konnte.
Manchmal wird man von bestimmten Servern
als SPAM identifiziert
oder der
Server war gerade mal nicht funktionsfähig
oder was auch immer.
Das ist
nicht schön. Was tun?
Sie
können jetzt natürlich nicht jedem
einzelnen Abonnenten, bei dem Sie
vermuten,
daß er Ihren Newsletter nicht erhalten
hat, die Mail nochmals
hinterher
senden. Es gibt natürlich sicher
Mailprogramme und Dienste,
die
diesen Prozeß automatisieren. Besser und
am sichersten ist es,
auf
seiner Homepage ein Newsletter-Archiv
bereitzuhalten und in jeder
Mail auch
gleich zu Beginn darauf zu verweisen. Das
hat gleich mehrere
Vorteile:
a) Jeder
Abonnent kann sämtliche Newsletter auf
einfache Weise jederzeit
abrufen - auch die, die er mal nicht
bekommen hat.
b)
Potentielle neue Abonnenten können vorab
prüfen, ob ihnen
der
Bezug Ihres Newsletters nützlich ist.
c) Ihre
Texte werden auch von Suchmaschinen erfaßt
- Ihre Webseite
wird
damit entsprechend promotet.
Trotzdem
sollte man natürlich versuchen,
herauszufinden, warum manche Server
den
Newsletter einfach nicht durchlassen
wollen. Ich selbst habe immer
wieder
Probleme mit gmx-Servern. Das Teil scheint
nicht besonders tolerant
zu sein.
Also noch mal zur Sicherheit:
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zu 5:
Geschäfte
mit EU-Staaten
SOLVIT
hilft bei Problemen mit Behörden!
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Man
sollte meinen, daß bei Geschäften mit
EU-Ländern durch die
Binnenmarktvorschriften keine Probleme
auftauchen sollten. Doch
da ist
bekanntlich die Bürokratie vor.
Schwierigkeiten tauchen
insbesondere auf bei
-
Grenzkontrollen,
-
Zulassung von Produkten,
-
Marktzugang für Freiberufler,
-
Anerkennung beruflicher Qualifikationen,
-
Gründung einer Niederlassung.
Hilfe
bietet die beim
Bundeswirtschaftsministerium eingerichtete
Schlichtungsstelle SOLVIT. Sie prüft als
erstes, ob es sich in Ihrem
Fall um
einen Verstoß gegen die
Binnenmarktvorschriften der EU
handelt.
Ihr Fall
wird in einem Online-Datenbanksystem
erfaßt und an die
SOLVIT-Stelle des betreffenden EU-Landes
weitergeleitet.
Die
SOLVIT-Stelle im Ausland versucht dann,
binnen 10 Wochen einen
Lösungsvorschlag für Ihr Problem zu
finden. Dieser ist für Sie nicht
bindend.
Ist der Vorschlag inakzeptabel, so können
Sie immer noch
ein
Gerichtsverfahren einleiten. Hier die
Adresse der deutschen
SOLVIT-Stelle:
Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie
-
SOLVIT-Stelle -
Scharnhorststr. 34-37
10115
Berlin
Tel.
01888 - 6 15 64 44
Fax
01888 - 6 15 53 79
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Das war es wieder mal für heute.
Bis zum nächsten mal alles Glück
und
viel Erfolg!
Herzlich, Ihr
Lutz Ressmann
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