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DIES IST EIN GRATIS-INSIDER-BRIEF FÜR KUNDEN, PARTNER UND FREUNDE VON
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Diplom-Kaufmann
Lutz Ressmann
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Unternehmensberatung –
Mehr Erfolg in Marketing, Vertrieb & SAP
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45721 Haltern am See
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Alle früheren Power-Letter gibt's auf
http://www.lressmann.de/powerletter/powerletter.htm
Hallo Damen und Herren,
wie schnell doch die Zeit vergeht, wieder ist 1 Monat rum und
mein
Powerletter Nr. 3 geht auf die Reise. Den neu
hinzugekommenen
Lesern ein Herzlich Willkommen!
Inzwischen ist ja wieder einiges passiert und die Signale,
die
Europa aussendet, lassen nichts Gutes vermuten. Ich bin aber
kein
Politikberater (leider oder ist es vielleicht ganz gut so?),
deshalb
erspare ich mir weitere Kommentare. Bei unseren Politikern
sind eh
Hopfen und Malz verloren. Helfen können wir uns nur selber.
Ich hoffe,
das Ihnen mein Powerletter an der ein oder anderen Stelle hilfreich
ist.
Auf geht´s
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Inhalt Powerletter Nr. 3
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1.
Offshoring -
Überprüfen Sie Ihre Position
2.
Es macht langsam keinen Spaß mehr -
Googles Suchverfahren führt sich selbst ab absurdum
3.
Cross-Selling -
Mehr verkaufen ohne Streß –
4.
ä, ö, ü im Namen? -
Ab März sind Internet-Adressen mit Umlauten möglich
5.
Deutschland hör auf zu Jammern -
Hier ein amüsanter Beitrag eines unbekannten Autors
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zu
1:
Offshoring -
Überprüfen Sie Ihre Position
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Die
Beratungsgesellschaft A.T. Kearney rechnet für Deutschland mit
einem Wegfall von 130.000 Arbeitsplätzen durch die Tendenz vieler
Unternehmen zum sogenannten Offshoring. Das ist nichts anderes,
als
die zielgerichtete Verlagerung von Arbeitsplätzen in
Niedriglohnländer,
vorzugsweise nach Indien und China. In der Studie wird davon
ausgegangen, daß gerade personalintensive Funktionen wie der IT-Sektor
in
den
kommenden 3 Jahren teilweise ins Ausland verlagert werden.
Deutschland ist bisher noch recht gut weggekommen, in den USA wandern
bereits heute etwa 20 % der IT-Budgets ins Ausland. In Deutschland
liegt
der
Anteil aktuell bei etwa 5 %. Man werde sich binnen der nächsten 3
Jahre an das US-Niveau anpassen. Der Wettbewerbsdruck zwinge die
Unternehmen
zu
diesem Schritt.
Dazu könnte ich vieles sagen, beschränke mich jedoch auf das
Wesentliche:
a)
Der sogenannte „Wettbewerbsdruck“ ist gerade für den IT-Bereich nichts
weiter als ein Ausdruck der Phantasielosigkeit der meisten Konzerne
in der westlichen Welt. Die Bilanz muß gut aussehen, also alles raus
was nicht niet- und nagelfest ist. Außerdem Frage ich mich, an wen
diese
Unternehmen künftig
ihre Produkte verkaufen wollen.
In den USA gibt es bereits erste Bewegungen
die die Produkte von Unternehmen, die allzusehr auf Offshoring setzen,
boykottieren
Das Ganze ist sogar Thema im aktuellen US-Wahlkampf.
b) Warum ist in solchen Studien immer nur von IT die Rede und von
Indien und
China? Meine Antwort: Hier wird eine Chimäre aufgebaut, um von
den wahren
Problemen abzulenken und die lauten: EU-Osterweiterung. Was hier
auf uns
zukommt, wird weitgehend verdrängt. Merkwürdigerweise wird dieser
Umstand
kaum thematisiert – höchstens die allfällige Schönfärberei von
den tollen Chancen, die
Deutschland doch hat. Dabei muß jedem klar sein, wenn Deutschland
sich nicht
strukturell grundlegend erneuert, ist endgültig Schluß mit
Lustig. Die
Zahl von 130.000 ist so gesehen viel zu gering. 500.000 ist da
schon realistischer.
Leider kommt niemand von uns darum herum, sich mit diesen Thema
individuell auseinanderzusetzen,
egal ob Unternehmer, Freiberufler oder Angestellter. Jeder ist dazu
aufgerufen,
zu prüfen,
ob
er
nicht schnell durch einen Inder, Polen oder (auch das gib´s noch) eine
Maschine
ersetzt werden kann. Das Bedrohungspotential ist hoch, vor allem in
folgenden
Branchen:
·
IT-Technik, IT-Beratung und IT-Entwicklung
·
In den meisten Handwerksberufen wie z.B.
Friseure
·
Automobilindustrie
·
Bauindustrie
·
Call-Center und virtuelle Serviceleistungen
·
Bestimmte Handelszweige
Es gibt fast keinen Bereich, der nicht zur Disposition gestellt
wird. Der Ausweg
kann nur sein, entweder a) man macht den Unfug für eine Weile
mit und geht mit Sicherheit
unter (gilt auch für die Großen) oder b) man innoviert und
steigt schrittweise aus den
Geschäftsfeldern aus, die langfristig keine Rendite mehr
abwerfen. Desinvestition
nennt man das. Ich weiß, das ich nicht einfach, aber habe ich
irgendwo gesagt, das
es einfach ist?
Per Saldo führt das Offshoring zumindest für Deutschland in die
Deflation, einem
langfristigen Verfall des allgemeinen Preisniveaus. Einer
Situation in dem
Sachwerte und Arbeit immer weniger wert sind und Geld alles ist.
Es ist das schlimmste
Szenario, das überhaupt vorstellbar ist. „Der Aufschwung kommt“,
wer glaubt
das schon? Alles Durchhalteparolen. Doch Jammern hilft nichts,
Kreativität ist
gefragt und die Ausarbeitung einer individuellen
„Kriegsstrategie“. Aus diesem
Grund habe ich auf meiner Homepage einen kleinen Online-Workshop
eingestellt,
der für die erste Orientierung hilfreich sein mag.
http://www.lressmann.de/pdf/wettbewerbsstrategien.pdf
(1,1 MB)
Kurz und gut: Überprüfen Sie Ihre Position, jetzt, hier und heute!
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zu
2:
Es macht langsam keinen Spaß mehr -
Googles Suchverfahren führt sich selbst ab absurdum
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Sie haben es vermutlich bereits bemerkt:
Gibt man in unser allseits so
beliebten Suchmaschine Google einen beliebigen Begriff ein, gibt
Google
scheinbar fein säuberlich sortiert seine Ergebnisse aus.
Auffällig sind
nur die ziemlich langen Internet-Adressen. Ansonsten sieht alles
recht
unverfänglich aus. Klickt man jetzt auf ein solches Ergebnis,
landet man
immer häufiger bei ebay, amazon oder einem Erotikanbieter. Von
der
gesuchten Information keine Spur. Man ist also auf der falschen
Fährte.
Das macht weder dem Suchenden Spaß, der nämlich die
Informationen, die
er sucht, nur noch schwerlich findet, noch dem
Homepagebetreiber, der
sein Angebot kaum noch plazieren kann, da er nur noch unter
Fernerliefen
geführt wird. Woran liegt das?
Google wertet eine große Anzahl von Links auf eine Seite als
Qualitätsmerkmal.
Eine Seite mit hoher Link-Popularität wird weiter oben geführt
als eine
mit niedriger Linkrelevanz. Das Prinzip macht im Grundsatz Sinn,
läuft jedoch
ad absurdum, wenn andere Faktoren (insbesondere der Inhalt einer
Seite) ein
zu geringes Gewicht erhalten. Dann nämlich lassen sich die
Suchmaschinen
relativ leicht austricksen, vor allem von den Großen der
Branche. Arbeitet
man nämlich mit den „Großen“ z.B. mittels eines Partnerprogramms
zusammen,
so „erbt“ man deren hohen PageRank. Der PageRank als Googles
Maßstab für die
Link-Popularität der eigenen Seite wird dann ebenfalls höher
ausfallen. Nutzt
man jetzt noch andere Suchmaschinentricks – wie z.B. die lange
URL – wird
man weit oben gelistet. Jetzt noch eine „Umlenkung“ auf eine
andere URL
eingebaut, schon ist die Konkurrenz ausgeschaltet.
Das ganze ist nicht neu. Nur muß man sich jetzt eben wieder
anderen Suchmaschinen
zuwenden. Die gute alte fireball, metager, altavista und Co
könnten jetzt wieder
zu neuen Ehren kommen, es sei denn, Google modifiziert sein
Verfahren
grundlegend. Einfach nur das relativ neue (und gute) Google
AdWords auszubauen
wird nicht reichen, denn zum einen muß man dafür zahlen und zum
anderen
könnte auch dieser Bereich bald dicht sein. Yahoo hat übrigens
vor einigen
Wochen seine eigene Suchmaschine im Einsatz. Die Ergebnisse sind
vielversprechend.
MSN wird nachziehen. Zum Glück wird das Quasimonopol von Google
bald aufgebochen.
Als Homepagebetreiber rate ich Ihnen zudem alle Bereiche der
Web-Promotion
auch Offline zu nutzten. Schreiben Sie Ihre Stammkunden an
und weisen Sie auf Ihre Internet-Präsenz hin, schalten Sie
Werbeanzeigen, kein
Brief und Formular ohne URL, Schriftzüge auf Firmenfahrzeugen
usw. Selbst
ebay und amazon kommen nicht ohne Offline-Werbung aus. Tja,
leider ist
Internetmarketing ein knallhartes Geschäft. Jedoch lohnenswert,
wenn man
den richtigen Ansatz verfolgt, nämlich Inhalte und Service
bietet.
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zu
3:
Cross-Selling -
Mehr verkaufen ohne Streß –
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Ohne weiteren Werbeaufwand mehr verkaufen:
Ist so etwas möglich? Ja, es ist!
Bieten Sie beim Kauf neben dem Hauptprodukt einfach ein
Nebenprodukt an, das
der Kunde ohnehin braucht. Verkaufen Sie z.B. elektronische
Kleingeräte, bieten
Sie dem Kunden an der Kasse doch gleich die entsprechenden
Batterien.
Dieses Prinzip funktioniert in allen Branchen, egal ob im Handel
oder
der Dienstleistung. Überprüfen Sie Ihr Leistungsprogramm im
Hinblick
auf die Möglichkeiten des Cross-Selling.
Auch der Kunde hat einen Vorteil, denn er erhält mehrere
Leistungen aus einer
Hand ohne zusätzlichen Aufwand. Dieser Vorteil muß natürlich
kommuniziert
werden. Mit der einhergehenden fachmännischen Beratung zeigen
Sie dem Kunden
zusätzliche Kompetenz, die weitere Käufe nach sich ziehen kann.
Erklären Sie dem Kunden z.B. warum die Verwendung von
Lithium-Ionen Akkus besser
ist, als die Verwendung von Nikel-Cadmium-Akkus oder erklären Sie
ihm,
wie er das Auslaufen von Batterien verhindern kann oder auch wie
die allgemeine
Lebensdauer von Akkus erhöht werden kann. Seien Sie gewiß, die
meisten Kunden
wissen einen solchen Service zu schätzen und kommen zurück. Wie
gesagt, dieses
Prinzip funktioniert für alle Branchen.
Setzen Sie in Ihrem Unternehmen die Standardsoftware SAP R/3
oder ein ähnliches
ERP-System ein? Dam überprüfen Sie doch einmal, ob Sie die
Möglichkeiten des
Cross-Selling nutzen. Meine Erfahrungen sagen: Nein! Frage: Sind
Sie sich darüber
im Klaren, daß Sie möglicherweise Millionen von Euros zum Fester
herausschmeißen,
ganz einfach durch ungenutzte Potentiale? Sind Sie sich darüber
hinaus klar, daß
Sie im Grunde überhaupt kein kostspieliges CRM-Projekt aufsetzen
müssen, um
annähernd die gleiche oder gar bessere Funktionalität zu
erreichen? Bei geringeren
Kosten. Tja, hätten Sie doch lieber gleich den Ressmann gefragt.
Dies können
Sie immer noch unter
www.lressmann.de.
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zu
4:
ä, ö, ü im Namen? -
Ab März sind Internet-Adressen mit Umlauten möglich
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Besitzen Sie eine Marke oder einen Namen/Firmennamen mit Umlauten wie
ä,
ö, ü? Dann habe ich eine gute Nachricht für Sie, falls Sie
eine Homepage betreiben oder betreiben wollen. Sie können sich
jetzt um eine Domain bemühen, die eben jene Umlaute enthält, denn
ab
März können deutsche Internet-Adressen auch Umlaute enthalten.
Leider ist das ß nach wie vor nicht möglich.
Informieren Sie sich einfach bei Ihrem Provider oder gleich bei
www.denic.de
Die
neue Domain können Sie natürlich nur für Ihre deutschen Kunden
nutzen, da Umlaute auf ausländischen Tastaturen meist nicht
verwendet werden können. Behalten Sie für internationale Geschäfte
deshalb unbedingt Ihre alte Domain. Nicht zuletzt deshalb, weil
ältere Internet-Browser Umlaute nicht lesen können.
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zu
5: Deutschland hör auf zu Jammern -
Hier ein amüsanter Beitrag eines unbekannten Autors
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Einer meiner Partner schickte mir kürzlich eine Mail mit folgendem
amüsanten Beitrag eines unbekannten Autors. Er konnte mir leider nicht
sagen, von wem er stammt. Angeblich stand er auch mal im Spiegel. Ich
finde ihn derart gelungen und treffend, daß ich nicht umhin komme,
auch meine Powerletter-Leser davon in Kenntnis zu setzen. Der Mann
spricht mir ja sowas von aus der Seele! Ich gehe mal davon aus, das
die
meisten Leser in einem Alter sind, daß sie sich an diese Zeit
noch erinnern können. Wenn nicht, auch nicht schlimm, denn die
Jüngeren
können noch einiges lernen...
Ich
empfehle die folgenden Zeilen auch einigen Vorständen und Personal-
verantwortlichen im Jugendlichkeitswahn, die immer noch nicht erkannt
haben,
was
sie an unserer Generation eigentlich haben. Der Gockel ist immer
besser
als
das Kücken.
Zitat Anfang:
„Kaum
zu glauben, aber es ist so…
Nach dem heutigen Stand
der Wissenschaft, speziell was der Gesetzgeber und die Bürokraten,
die Medien und die Informationsgesellschaft uns täglich
vorbeten und verbieten, müssten wir
alle, die in den Sechzigern bis Anfang der Achtziger
aufgewachsen sind, längst tot sein.
Unsere Kinderbetten
waren mit bleihaltigen Farben bemalt und Formaldehyd
sickerte aus jeder Pore. Ganz zu schweigen vom Tapetenleim,
dem Kleber
des Linoleums oder den PVC-Dämpfen des Stragula. Wasserfeste
Filzstifte hatten
Ausdünstungen, die benebelten und wer erinnert sich noch an
den leicht salzigen Geschmack
des abzuleckenden Tintenkillers?
Steckdosen,
Medizinflaschen, Schranktüren und Schubladen waren noch nicht
kindersicher.
Messer, Schere, Gabel und Licht wurden uns zwar verboten,
aber meistens mussten wir uns
erst einmal daran verletzten um es zu glauben.
Unsere Fahrräder, Roller
und Rollschuhe fuhren wir ohne Schützer und Helme.
Die Risiken per Anhalter in den nächsten Ort zu fahren waren
uns unbekannt.
Zum Thema Auto erinnere ich mich weder an einen
Sicherheitsgurt, noch an Airbags,
Kopfstützen, ABS oder ähnliche Sicherheitsvorrichtungen im
Wagen meines Vaters.
Man saß zwar hinten, aber an einem heißen Sommertag gab es
doch nichts schöneres
als seinen Kopf aus dem Fenster (das man damals noch
komplett runterkurbeln konnte)
des fahrenden Autos zu stecken und sich den Fahrtwind ins
Gesicht blasen zu lassen,
daß man kaum noch Luft bekam.
Wasser haben wir direkt
aus dem Gartenschlauch getrunken und nicht aus einer Flasche.
Wahnsinn! Wir aßen fettige Schmalznudeln und
frischgebackenes Brot mit fingerdick Butter drauf,
dazu gab es überzuckerte Limonaden oder künstlich gefärbtes
TriTop. Zu fett geworden
sind wir deswegen nie, weil wir immer draußen waren. Wir
haben zu fünft aus einer Limoflasche
getrunken und es ist tatsächlich keiner daran gestorben.
Wir haben stunden- und
tagelang an Seifenkisten oder ähnlichen Gefährten geschraubt,
die wir aus rostigem Schrott und splitterigem Holz
konstruiert hatten. Dann sind
wir den Hügel damit runtergebrettert nur um festzustellen,
daß wir die Bremsen
vergessen hatten. Nachdem wir ein paar Mal in der Böschung
gelandet waren,
haben wir gelernt auch dieses Problem zu lösen.
Wir gingen in der Früh
raus und haben den ganzen Tag gespielt, höchstens unterbrochen
von Essenspausen und kamen erst wieder rein, als es dunkel
wurde und man den Fußball
nicht mehr richtig sehen konnte.
Wir waren nicht zu
erreichen. Keine Handys!
Wenn es regnete,
spielten wir bei Freunden Monopoly oder Mensch ärgere dich nicht,
Mühle oder Dame und bauten mit Lego und Matchbox-Autos ganze
Städte auf. Wir hatten
weder Playstations noch Nintendo, X-Boxen oder Videospiele,
keine PCs, keine 50
Fernsehkanäle oder Surround Anlagen.
Ins Kino zu gehen war
ein Ereignis, für das man sich herausputzte und das einem
vor Vorfreude den Magen kribbeln ließ. Es gab noch Vorfilme,
die immer eine
Überraschung waren, weil keiner wußte was zu erwarten war
und wenn zufällig ein
Donald Duck oder Micky Maus Film dabei war, hatte man das
ganz große Los gezogen.
Wir hatten Freunde! Wir
gingen raus und haben uns diese Freunde gesucht..
Wir haben Fußball gespielt mit allem was sich kicken ließ
und wenn einer einen
echten Lederball hatte war er der King und durfte immer
mitspielen, egal wie
schlecht er war. Um im Verein mitspielen zu dürfen gab es
Aufnahmeprüfungen,
die nicht jeder bestanden hat. Wer es nicht geschafft hat,
lernte mit der
Enttäuschung umzugehen. Wir spielten Völkerball bis zum
Umfallen und manchmal
tat es weh, wenn man abgeworfen wurde. Wir sind von Bäumen
und Mauern gestürzt,
haben uns geschnitten, aufgeschürft und haben uns Knochen
gebrochen und Zähne ausgeschlagen.
Wir hatten Unfälle! Es
waren einfach Unfälle an denen wir Schuld waren. Es gab niemanden,
den man dafür verantwortlich halten konnte und vielleicht
sogar noch vor den Kadi zerrte.
Wer erinnert sich noch an Unfälle? Unsere Knie und Knöchel
waren von Frühjahr bis Herbst
lädiert und ein Schienbein ohne blaue Flecke gab es nicht.
Wenn wir uns an Brennesseln
gebrannt haben, oder uns eine Mücke gestochen hatte, haben
wir entweder drauf gespuckt,
oder den Nachbars Hund drüber lecken lassen oder drauf
gepinkelt. Geholfen hat alles.
Wir haben gestritten und
gerauft, uns gegenseitig grün und blau geprügelt und
gelernt damit zu leben und darüber weg zu kommen. Wir haben
Spiele erfunden mit
Stöcken und Bällen, haben mit Ästen gefochten und Würmer
gegessen. Und obwohl es
uns immer wieder prophezeit wurde, haben wir uns kaum ein
Auge ausgestochen und
die Würmer haben auch nicht in uns überlebt. Wir sind zu
einem Freund geradelt,
haben an der Tür geläutet und sind dort geblieben nur um mit
ihm zu reden. Manche
Schüler waren nicht so schlau wie andere, also haben sie
eine Klasse wiederholt.
Sie sind nicht durchgefallen, sondern wurden von den Lehrern
einfach zurückgestuft.
Zensuren bei Proben wurden nie manipuliert, egal aus was für
Gründen.
Wir waren für unsere
Aktionen selbst verantwortlich. Konsequenzen waren immer
zu erwarten, wenn wir Scheisse gebaut hatten. Der Gedanke,
daß ein Elternteil
uns rausklopft wenn wir mit dem Gesetz in Konflikt geraten
waren, war undenkbar.
Im Gegenteil, die Eltern stellten sich auf die Seite des
Gesetzes.
Stell Dir das einmal
vor! Unsere Generation hat einige der größten Erfinder
hervorgebracht. Die letzten 50 Jahre waren eine wahre
Explosion an Innovationen
und Ideen. Wir hatten Freiheit und Zwang, Erfolg und
Misserfolg.
Verantwortung und Konsequenz. Und wir haben gelernt damit
umzugehen.
Erinnere Dich daran, wie
Du aufgewachsen bist und Du wirst sehen, was unseren
Kindern heute fehlt. Als die Eltern einmal ein Auge
zudrückten, anstatt die
Kinder mit übergroßer Vorsicht zu erdrücken. Unsere Eltern
trauten uns zu,
die richtigen Entscheidungen zu treffen. Meistens hat
es geklappt.
Die paar Mal, die daneben gingen zählen wir zu unseren
Lebenserfahrungen.
Vielleicht gehörst Du
auch zu denen, die sich zu dieser glücklichen Generation
zählen dürfen und hast Erinnerungen an die Zeit, als Kinder
noch Kinder waren
und noch keine Medien mit Dauer-Angstmache, keine Anwälte
mit Schadensersatzklagen
und keine Regierungen mit kinderfeindlicher Politik unseren
Alltag bestimmten…“
Zitat Ende
Und ich füge noch hinzu: „Deutschland hör auf zu Jammern
Mann, wir früher, wir haben uns Blei inne Schuhe getan ! „:-)
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Das
wär's wieder mal für heute. Ich habe mal wieder mehr geschrieben, als
ich
wollte. Na ja, vielleicht bei nächsten mal etwas weniger. Bis dahin
Herzlich, Ihr
Lutz Ressmann
PS: Wenn Ihnen diese Ausgabe nützlich war,
dann empfehlen Sie sie doch Ihren Freunden
und Kollegen.
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Diplom-Kaufmann
Lutz Ressmann
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Marketing, Vertrieb & SAP
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