Lutz Ressmanns Powerletter Nr. 4

© Lutz Ressmann - www.lressmann.de

 

Der Internet-Letter zu den Themen:

 

  • Marketing und Vertrieb

  • Internetmarketing

  • SAP

  • Rating

  • Existenzgründung

  • Erfolgs-Psychologie

 

 

 

20.04.2004

 

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ACHTUNG:

DIES IST EIN GRATIS-INSIDER-BRIEF FÜR KUNDEN, PARTNER UND FREUNDE VON

 

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Diplom-Kaufmann

Lutz Ressmann

- Unternehmensberatung –

Mehr Erfolg in Marketing, Vertrieb & SAP

Sixtusstr. 56

45721 Haltern am See

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INSBESONDERE STELLEN SIE KEINE BERATUNGSLEISTUNG DAR.

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MICH VORSORGLICH VON ALLEN DORT ABGEGEBENEN ÄUßERUNGEN!

 

Alle früheren Power-Letter gibt's auf http://www.lressmann.de/powerletter/powerletter.htm

 

 

Hallo Damen und Herren,

 

      ich kann es kaum fassen: schon wieder ist ein  Powerletter fällig,

      nämlich die Nr. 4. Habe ich vielleicht meinen Beruf verfehlt und sollte

      besser gleich eine Zeitschrift herausgeben? :-) Wie dem auch immer sei,

      es sind seit Ausgabe 3 wieder einige Leser hinzugekommen. Wie üblich:

      Diesen Lesern ein Herzlich Willkommen!

 

      Auf geht´s

 

 

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Inhalt Powerletter Nr. 4:

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1. Existenzgründer, Ich-AGs und Kleinbetriebe -

   Warum Sie einen Business-Plan brauchen und wie er aufgebaut werden sollte!

 

2. 01.05.2004 -

   EU-Osterweiterung: Nützliche Tips für Unternehmer!

  

3. Die Formel 4 -

   Eine einfache Methode zur Steigerung Ihres Umsatzes!

 

4. Denkfallen und Paradoxa –

   Eine interessante Seite zu diesem Thema

 

5. Urheberrecht –

   Ein provokanter Gedanke zu diesem Thema

 

 

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zu 1: Existenzgründer, Ich-AGs und Kleinbetriebe -

      Warum Sie einen Business-Plan brauchen und wie er aufgebaut werden sollte!

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Es ist interessant zu sehen, wie sich in der Beratung manche Themen

entwickeln. Ein Dauerthema ist die Existenzgründungsberatung, die in

den Zeiten der Ich-AG auf ein neues Hoch zusteuert. So viele Anfragen zu

Existenzgründung- und -Aufbau wie jetzt, habe ich noch nie erhalten.

Das zeigt uns zweierlei:

 

·         Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einer dramatischen

Phase des Umbruchs. Die vielen Entlassungen führen zwangsläufig

zu einer höheren Selbständigenquote. Der Trend in vielen Unternehmen

geht zunehmend dahin, mehr Fremdleistungen einzukaufen, um dadurch

die Personalkosten zu senken (Stichwort: Outsourcing). Diesen Trend habe ich übrigens

bereits vor etwa 10 Jahren vorausgesagt.

 

·         Viele Existenzgründer haben erkannt, daß es in den meisten Fällen

sinnvoll ist, sich professionell beraten zu lassen, auch, wenn es

etwas Geld kostet. Besser man investiert einige Euro in Beratung,

als am Ende völlig mittellos dazustehen. Mit Beratung meine ich übrigens

Steuerberatung (Steuern, Rechnungswesen), Rechtsberatung (vor allem Vertrags- und Arbeitsrecht)

und eben die Unternehmensberatung (Geschäftsmodell, Marketing, kaufmännische

Methoden).

 

             Letzteres gehört zu meiner Domäne. Deshalb nachfolgend ein kleiner Tip.

             Er betrifft Aufbau und Struktur eines Business-Plans, der die Grundlage

             eines jeden unternehmerischen Erfolgs darstellt und mit dem Sie darüber

             hinaus auch noch mögliche Investoren beglücken können. Falls Sie bereits einen

             solchen Plan aufgestellt haben, um so besser. Nutzen Sie jetzt die

             Gelegenheit, Ihre ursprünglichen Ansätze und Ihre Strategie zu überprüfen. Kontrollieren

             Sie, ob Sie Ihre Ziele erreicht haben. Sie werden dann leicht erkennen,

             was Sie in Zukunft besser machen können. Weiterführende Informationen

             finden Sie übrigens auf www.lressmann.de .

 

             Ein Business-Plan läßt sich zunächst grob unterteilen in einen Geschäftsplan

             und in einen Finanzplan:                                                       

            

             a) Geschäftsplan

                Der Geschäftsplan sollte Antworten auf die folgenden Fragen enthalten:

 

·         Was biete ich wem an? – Dokumentation der Geschäftsidee!

·         Warum kann ich das? – Dokumentation der persönlichen Voraussetzungen / Qualifikationen!

·         Was sind meine Zielgruppen, Mitbewerber und Wie hoch ist das Marktpotential? -

Dokumentation der Ergebnisse in einer umfassenden Marktanalyse!

·         Warum soll sich der Kunde für mein Angebot entscheiden? – Formulieren der Marketing-Strategie!

·         Wie setze ich mein Konzept um? – Dokumentation eines detaillierten Aktionsplans!

 

             b) Finanzplan

                Der Finanzplan ist das Kernstück des Business-Plans. In ihm kommen die

                „harten Fakten“ zum tragen. Oberste Frage: Wie finanziere ich mein Vorhaben?

                Ist mein Ansatz tragfähig?

 

·         Investitionsplan

·         Abschreibungsplan

·         Fixkostenplan (inklusive der Personalkosten)

·         Plan der variablen Kosten

·         Umsatzplan

·         Finanzierungsplan

·         3-jährige Erfolgsrechnung, Rentabilitätsvorschau

·         Liquiditätsplan

 

Ich empfehle Ihnen, diesen Plan ständig weiterzuentwickeln. Überprüfen

Sie ihn beispielsweise im Turnus eines Jahres, am besten nach Abschluß

Ihrer Jahresabschlußarbeiten.

 

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zu 2: 01.05.2004 -

      EU-Osterweiterung: Nützliche Tips für Unternehmer!

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Der 01.05.2004 steht unmittelbar bevor und als Unternehmer wissen Sie

natürlich, was dieser Termin bedeutet: Die gute alte EU wird um 10

osteuropäische Länder erweitert. Da es gar nicht so leicht ist, sich die

Namen der neuen Länder zu merken, hier noch mal eine Auflistung der

Beitrittsländer:

 

·         Estland,

·         Lettland

·         Litauen

·         Malta,

·         Polen,

·         Slowakei

·         Slowenien,

·         Tschechien,

·         Ungarn,

·         Zypern.

         

            Es existiert kaum eine Branche, auf die das erweiterte Europa keinen

            Einfluß hat. Bereiten Sie sich deshalb lieber gleich darauf vor. Sehen Sie

            dabei vor allen nicht nur die Gefahren, sondern erkennen Sie auch die

            sich neu ergebenden Chancen. Fahren Sie also eine Offensivstrategie. Die

            Bunkerstrategie nutzt nichts, nutzt gar nichts! Ich empfehle Ihnen deshalb,

            sich mit folgenden Punkten zu beschäftigen:

           

·         Offensive 1: Erweitern Sie Ihren Geschäftsbereich wenn möglich auf die neuen

Länder. Die Beitrittsländer vereinen immerhin 75 Millionen Konsumenten.

Warum sich nicht ein Stück von diesem Kuchen abschneiden?

 

·         Offensive 2: Halten Sie Ausschau nach neuen Lieferanten. Es dürfte

sich herumgesprochen haben, daß insbesondere lohnintensive

Produkte und Leistungen in Osteuropa wesentlich billiger zu haben sind.

Das Statistische Bundesamt hat bekanntgegeben, das der durchschnittliche

Brutto-Monatslohn z.B. in Polen bei 575 € liegt, in Ungarn bei 482 € und in

Lettland gar bei 294 €. In Deutschland liegt er zum Vergleich bei 2.353 €.

Gewiß, der Lohn ist nicht alles. Die Qualität muß natürlich stimmen. Außerdem

wird es nicht lange dauern und Lohn- und Preisniveau werden sich angleichen.

Trotzdem macht es Sinn, nach neuen Möglichkeiten zu suchen und Vorteile

zu nutzen.

 

·         Offensive 3: Unterschätzen Sie die Beitrittsländer nicht! Länder wie Tschechien,

Slowenien und Ungarn übertreffen den EU-Durchschnitt von 7,6 % bei den technologie-intensiven

Branchen bereits heute.

 

·         Offensive 4: Differenzieren, Differenzieren und nochmal Differenzieren!

Vor allem in grenznahen Regionen wird der Preiswettbewerb vor allem im

Bereich Dienstleistungen und Handwerk bedrohliche Ausmaße annehmen. Sie

werden auf jeden Fall teurer anbieten müssen. Grenzen Sie sich deshalb

vor allem durch Zusatznutzen von Ihren Konkurrenten aus Osteuropa ab.

Sie müssen Ihren Kunden erklären können, welchen Mehrwert Sie schaffen.

 

·         Offensive 5: Nutzen Sie die zahlreichen Informationsquellen, um sich über die Chancen

und Risiken der Osterweiterung zu informieren. Das Internet bietet dazu

kostenlose Möglichkeiten, die z.T. sogar zur Kontaktanbahnung genutzt werden

können, wie z.B. www.bfai.de oder www.ahk.de . Die Linkliste bei

www.lressmann.de bietet weitere Quellen. Sie wird darüber hinaus ständig

erweitert.

 

·         Offensive 6: Beachten Sie die kulturellen Unterschiede. Offiziell können

Sie Geschäfte genauso unkompliziert abwickeln, wie z.B. in Spanien

oder Großbritannien. Denken Sie jedoch daran. Das Eine steht auf dem Papier,

das Andere ist die Realität. Und die sieht z.Z. so aus, daß das Rechtswesen

in den meisten Beitrittsländern bei weitem nicht so entwickelt ist, wie bei

uns und das leidige Thema Korruption eine noch größere Rolle spielt, als

in Deutschland. Ohne fachmännischen Rat kommen Sie vermutlich nicht sehr weit.

 

·         Offensive 7: Go West! Wenn alle Richtung Osten schauen, schauen Sie in den

Westen. Im Osten geht die Sonne auf, aber im Westen geht sie unter. J Viele

Unternehmen suchen z.Z. ihr Heil in der Flucht. Dadurch ergeben sich zahlreiche

Nischen und Möglichkeiten im Westen. Dieser Tip ist bares Geld wert!

 

 

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zu 3: Die Formel 4 -

      Eine einfache Methode zur Steigerung Ihres Umsatzes!

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      Testen Sie einfach mal folgende einfache Methode zur Gewinnung neuer Kunden

      und Steigerung Ihres Umsatzes. Die Formel 4 wird in dieser oder abgewandelter Form

      von nahezu jedem Top-Verkäufer genutzt. Sie werden pro Tag nicht mehr als

      ca. eine Viertel-Stunde Zeit aufbringen müssen.

 

      Stellen Sie einfach für jeden Tag 4 Kontakte zu bestehenden Kunden oder

      möglichen Neukunden her. Das bedeutet 20 Kontakte pro Woche oder 1040 Kontakte

      pro Jahr. Kommunikation führt immer zu Veränderungen und damit auch zu Umsatz!

      Von alleine passiert nichts. Viele Menschen haben dies bis heute nicht kapiert.

      Die Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme sind Legion:

 

·         Anruf

·         E-Mail

·         Brief

·         usw.

 

            Ein Anlaß läßt sich schnell und einfach herleiten. Ein kleines Dankeschön, die

            Weitergabe einer speziellen Information, eine Rückmeldung, eine Frage usw. Vor allem dann,

            wenn Sie viele Stammkunden haben, lohnt sich die Herausgabe einer Kundenzeitung und / oder

            eines Newsletters.

            Der ein oder andere Kontakt wird gewiß zu einem weiteren Auftrag führen und damit

            zu einer entsprechenden Steigerung Ihres Umsatzes führen. Also, ran an die Bouletten!

 

 

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zu 4 Denkfallen und Paradoxa –

     Eine interessante Seite zu diesem Thema

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      Für die Entwicklung von Marketingstrategien und –Konzepten ist es unausweichlich,
      sich mit menschlichem Verhalten zu beschäftigen. Und da wimmelt es nur so vor Wahrnehmungs-Verzerrungen
      Denkfallen, Paradoxa und Irrtümern. Auf meinen Streifzügen durch das Internet
      bin ich auf eine sehr informative Seite gestoßen, die u.a. auch das sogenannte
      Benfordsche Gesetz behandelt. Mit dieser Methode, die insbesondere Manipulationen
      von Bilanzen, Tabellen und sonstigen Zahlenwerken aufdecken soll, arbeitet mittlerweile
      auch das Finanzamt, sprich Betriebsprüfung. Gut, wenn man Waffengleichheit herstellen kann.
      Dies gilt natürlich auch, wenn man sich ganz allgemein vor Betrügereien, Wirtschaftkriminalität
      und sonstigen Manipulationen schützen will. Fall Sie an solchen Phänomenen interessiert sind,
      so besuchen Sie doch einfach mal die Seite
 
                                 www.fh-fulda.de/~fd9006/dnkfln.htm 
     
      Diese Seite verweist noch auf zahlreiche andere interessante Quellen zu diesem Thema.
      
      

 

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zu 5: Urheberschutz –

      Ein provokanter Gedanke zu diesem Thema

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In Prof. Siegfried Vögeles Standardwerk zum Direktmarketing „Das

Verkaufsgespräch per Brief und Antwortkarte“ (ein Buch, das ich jedem

Marketer dringend ans Herz lege) bin ich auf eine recht provokante These

zum Thema Urheberschutz gestoßen. Nie war sie aktueller als heute!

 

Was schützt uns am besten vor Nachahmern? Neue Ideen! Mit neuen Ideen

laufen wir der Konkurrenz, den Billiganbietern und Produktpiraten am

schnellsten davon. Vögele: „Nicht das Gesetz oder die Anwälte schützen

uns vor Nachahmern. Der beste Urheberschutz sind weitere neue Ideen! Schauen

Sie also nicht so häufig zurück, blicken Sie lieber nach vorn, besonders

im Bereich des geistigen Eigentums, also bei neuen Gedanken, neuen Headlines

oder neuen Bildideen. Drehen Sie sich nicht um auf der Suche nach dem, der

Sie kopiert. Das Nachahmen mit „Änderungen“ können Sie doch nicht verhindern.

Öffnen Sie sich lieber für neue Gedanken und Ideen und lassen Sie die Konkurrenz

in Atemnot geraten. Je schneller Sie voranschreiten, desto besser funktioniert

dieser „Urheberschutz“. Wenn die Konkurrenz Ihre letzte neue Idee gerade erst

begriffen hat und mit einer Variante auf dem Markt erscheinen will, dann bringen

Sie Ihren nächsten oder übernächsten Schritt!“

 

Ich finde, treffender kann man es nicht ausdrücken. Jahrelange und teure Rechts-

streitigkeiten bringen in den meisten Fällen überhaupt nichts. Produktentwicklung

und Innovation sind das Maß aller Dinge, vor allem in Hochlohnländern wie Deutschland.

Klingt trivial: Ist es auch. Bloß warum wird dann so wenig innoviert und so viel gejammert?

The answer my friend is blowing in the wind, is blowing in the wind ...

 

 

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Das war es wieder mal für heute. Ich wünsche allen meinen Lesen einen

erfolgreichen Rutsch ins neue Europa. Hacken stramm und Augen geradeaus!

 

Herzlich, Ihr

 

Lutz Ressmann

 

    

      PS: Wenn Ihnen diese Ausgabe nützlich war,

      dann empfehlen Sie sie doch Ihren Freunden

      und Kollegen.

 

 

 

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