Lutz Ressmanns Powerletter Nr. 9 - Ihr unabhängiger Online-Berater

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Der Internet-Letter zu den Themen:

 

  • Marketing und Vertrieb

  • Internetmarketing

  • SAP

  • Rating

  • Existenzgründung

  • Erfolgs-Psychologie

 

 

 

06.09.2004

 

 

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Lutz Ressmann
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Liebe Leserin, Lieber Leser,

Es geht Aufwärts! Der Aufschwung kommt! Die Talsohle ist durchschritten!
Wirklich? Mir gehen die Durchhalteparolen langsam auf die Nerven. Ich kann
mich zudem des Eindrucks nicht erwehren, daß hier mal wieder manipuliert wird,
daß sich die Balken biegen. Wie dem auch immer sei, ich halte es lieber so,
wie ich es kürzlich in einer Englisch-Lektion gelesen habe: "Rely on yourself".
- "Verlaß Dich auf Dich selbst". Der Volksmund sagt: "Hilf Dir selbst, sonst hilft
Dir keiner". Das soll das Motto dieses neuen Powerletters sein.
Viel Spaß dabei!

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Inhalt Powerletter Nr. 9:
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1. Karstadt-Quelle am Ende?
   Ein warnendes Beispiel zum Thema Positionierung!

2. Neue Studien aus dem www.
   Viele Mittelständler ohne Internet trotz steigender Online-Umsätze!
 
3. Linktips:
   Nützliche Links zum Thema Powertexten, Internet und Wettbewerbsrecht!

4. Über die Nase zur Kasse!  
   Schon mal was von Duftmarketing gehört?

5. Welche Sicherheiten akzeptiert die Bank? 
   Gut zu wissen, bevor man nach Kredit fragt!
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zu 1:
Karstadt-Quelle am Ende?
      Ein warnendes Beispiel zum Thema Positionierung!
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Ich habe mich in den letzten Powerlettern ja schon ein paar mal über
das Thema Positionierung ausgelassen. Fazit: Wer sich nicht ständig
mit seiner Positionierungs-Strategie auseinandersetzt oder gar auf eine
solche verzichtet, fliegt über kurz oder lang aus dem Markt. Wäre das
Thema nicht so traurig, würde ich jetzt sagen: "Wie schön, daß Karstadt-Quelle
jetzt in die Schieflage geraten ist. Jetzt haben wir ein vortreffliches Beispiel
für ein solches Positionierungs-Versagen".
 
Für alle und jeden alles und in jedem Winkel der Republik, in jeder Preislage,
lange Bevorratung, Diversifizierung in Bereiche, die nichts mit dem Kerngeschäft
zu tun haben, kein konsequentes Zielgruppen-Marketing, Festhalten an veralteten
Handelsstrategien usw. usw. Eine bessere Fallstudie hätte uns das Leben
nicht bescheren können. Und Karstadt-Quelle wird nicht der letzte Handelskonzern
sein, der über die Klinge springt bzw. an einschneidenden Strukturveränderungen
vorbei kommt. Hauptsache, jetzt merkt auch der letzte Hinterbänkler, worauf
es ankommt. Positionierung, Positionierung und nochmal Positionierung.

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zu 2: Neue Studien aus dem www.
      Viele Mittelständler ohne Internet trotz steigender Online-Umsätze!
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Eine neue Studie legt jetzt offen, was ich als Berater schon länger
festgestellt habe: Ein Großteil der Mittelständler nutzt die moderne
Informationstechnik nicht! Eine Umfrage des Marktforschungs-Instituts
Icon Brand Navigation Group ergab, daß 57 % der KMU auf den Einsatz betriebs-
wirtschaftlicher Standard-Software verzichten. Der Hammer: Selbst in der Gruppe
von Unternehmen mit 100-200 Mitarbeitern gibt es immer noch 20 % IT-Verweigerer.
Von den 1.500 Befragten besitzt jeder 6. keinen Internet-Anschluß und 12 %
betreiben nicht einen PC in ihrem Unternehmen. Ich finde dieses Ergebnis
erschreckend, denn es zeigt, wie rückständig diese Republik ist. Wie
will ein solches Unternehmen künftig im internationalen Wettbewerb
überhaupt bestehen?
 
Liebe Mittelständler, jetzt seht euch mal die neuen Zahlen der GfK an:
Deutsche Verbraucher haben im 1. Halbjahr Produkte für 5,3 Milliarden EUR
im Internet gekauft. Allein der elektronische Handel mit Textilien, Elektroartikeln
und anderen Hartwaren erreichte 3,5 Milliarden EUR. Das sind 60 %
(in Worten: sechzig-Prozent) mehr als im Vorjahr. Fazit der GfK: Die intensive
Internet-Nutzung geht zu Lasten des stationären Handels und des klassischen
Versandhandels. Ein Wink mit dem Zaunpfahl. 
Mehr kann, will und werde ich dazu nicht sagen.

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zu 3: Linktips:
      Nützliche Links zum Thema Internet und Wettbewerbsrecht!
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Zum Thema Wettbewerbsrecht existiert eine sehr ausführliche
Web-Ressource und zwar die des Bundeskartellamtes. Viele Dokumente
zum Download:
 
 
Zum Thema Powertexten schauen Sie mal auf der Seite des Texters
Aurel Gergey vorbei. Dort steht sogar ein E-Book zum Download
bereit:
 
 
Jetzt noch eine interessante Seite rund ums Thema Internet. Es ist die Seite
von Daniel Rehbein. Sie dreht sich nicht nur um Internet & Co., bietet aber nicht
alltägliche Informationen über bits und byts. Insbesondere kann man dort erfahren,
wie man seine E-Mail-Adressen auf der Homepage "verschlüsseln" kann, um damit
den Spammern das Leben etwas schwerer zu machen:
 
 

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zu 4:
Über die Nase zur Kasse!  
      Schon mal was von Duftmarketing gehört?
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Es wurde ja auch langsam wieder Zeit, für eine neue Methode aus
dem Marketing-Werkzeugkasten. Diese neue Methode heißt "Duftmarketing".
Im Grunde ist sie gar nicht so neu, denn den Spruch "Ich kann Dich nicht
riechen" kennt jeder. Was liegt näher, als sich diese Erkenntnis
zunutze zu machen und den Duft als Kaufanreiz zu nutzen. Wir sollten
30 Millionen Riechzellen nicht so einfach links liegen lassen.
Über die Nase zur Kasse, das ist das Motto.
 
Erst jetzt scheint das Marketing das zu entdecken, was die Verhaltens-
Wissenschaft schon länger kennt: den olfaktorischen Reiz, der Reiz
"den Riechnerv betreffend". Wenn dieser Reiz sogar ganz maßgeblich für
die Auswahl des Partners verantwortlich ist, muß er auch für das Kaufverhalten
entscheidend sein. Duftmoleküle wandern direkt in das limbische System, das
sogenannte Riechhirn des Menschen, und beeinflussen dort Verhalten und sogar
die Gesundheit. Die Forschung steckt allerdings noch in den Anfängen.
 
Die ersten Firmen haben schon begonnen, dieses neue Marketing-Instrument einzusetzen.
Was kann man konkret einsetzen? Man kann Tagungsräume, Arztpraxen und Fitneßcenter
beduften, ebenso wie den Point-of-Sale über Klimaanlagen, Pappdisplays
oder Aromasäulen. Die ersten Unternehmen haben damit sehr gute Erfahrungen
gemacht.
 
Wissen Sie, was das Schöne daran ist. Die Stimulanz nimmt der Kunde gar nicht als
Manipulation wahr, er kann sich deshalb kaum wehren. Die moralische Bewertung dieses
Instruments überlasse ich jedem selbst. Ich würde jedoch jedem raten, sich
diese Methode mal näher anzusehen und sie einfach mal ausprobieren. Für ca. 100 EUR
erhält man z.B. ein Beduftungsgerät samt Öl, um die Wirkung erst mal auszutesten.
 
Von dem Instrument darf man natürlich keine Wunder erwarten. Die Wirkung wird
ähnlich sein, wie bei Beschallung der Verkaufsräume mit Musik. Doch
auch hier konnte nachgewiesen werden, daß Musik verkaufsfördernd wirkt.
Das Erlebnis-Marketing erhält jetzt also eine weitere Dimension.
Warum also nicht mal probieren, wie es funktioniert?
 
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zu 5:
Welche Sicherheiten akzeptiert die Bank? 
      Gut zu wissen, bevor man nach Kredit fragt!
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Hat man die Bank endlich von der Tragfähigkeit seines Geschäftkonzepts
überzeugt, geht es stets um den sogenannten Besicherungsvorschlag, wenn
man mit einem Kredit liebäugelt. Gut zu wissen, wie eine Bank die
angebotenen Sicherheiten ansetzt, also bewertet. Es ist im Prinzip
schwer ohne Bürgschaften (z.B. von der reichen Erbtante) auszukommen oder
ohne sich eine Grundschuld ins Grundbuch eintragen zu lassen. Schließlich
will die Bank kein Risiko tragen. Akzeptiert die Bank ausnahmsweise
andere Sicherheiten, so werden die Werte die folgt angesetzt (Quelle IHK Hannover):
  • Maschinen, Geschäftsausstattung: 50 % des Zeitwerts
  • Bankguthaben                   : 100 % des Nennwerts
  • Bundesschatzbriefe             : 100 % des Nennwerts
  • Aktien                         : 50 % des Kurswerts
  • Aktienfonds                    : 60 % des Kurswerts
  • Rentenfonts                    : 75 % des Kurswerts
  • offene Immobilienfonds         : 70 % des Kurswerts
  • Edelmetalle                    : 70 % des Metallwerts
  • Grundstücke                    : 60-80 % des Verkehrswerts
  • Lebensversicherungen           : 100 % des Rückkaufwerts
  • Forderungen gegen Kunden       : 50-80 % des Forderungsbetrags
  • Steuererstattungsanspruch      : 100 % des Anspruchs
  • Warenlager                     : 50 % der Einstandspreise
  • Ladeneinrichtung               : 40 % des Zeitwerts
Ansonsten immer dran denken: Das Elend ist der Begleiter fremden Geldes!

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Das war es wieder mal für heute. Bis zum nächsten mal alles Glück
und viel Erfolg!

Herzlich, Ihr

Lutz Ressmann

    
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    und Kollegen.

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